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Nebenwirkungen erreichen 24 Stunden nach Corona-Impfung ihren Höhepunkt

Leichte Nebenwirkungen der Corona-Impfung treten laut einer Studie seltener auf als angenommen.
Leichte Nebenwirkungen der Corona-Impfung treten laut einer Studie seltener auf als angenommen.
© dpa, Frank Augstein, TH hen nwi

30. April 2021 - 10:57 Uhr

Ergebnisse können beruhigen

Nur einer von vier Menschen leidet nach der Corona-Impfung an leichten Nebenwirkungen. Hört sich viel an, ist aber weniger als in verschiedenen klinischen Studien angenommen. Tim Spector, Professor für Epidemiologen, sagte, die Ergebnisse sollten "viele beruhigen".

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Mehr Nebenwirkungen bei AstraZeneca

Laut Daten der "ZOE Covid Symptom Tracking Study" und des King's College London leiden 66 Prozent weniger Geimpfte als in anderen Studien angenommen an den Nebenwirkungen der Corona-Vakzine von AstraZeneca und Pfizer/Biontech. Zusammengerechnet hat jeder Vierte nach der Injektion Kopfschmerzen, Fieber oder verspürt Müdigkeit. Gesondert betrachtet treten diese Nebenwirkungen beim AstraZeneca-Impfstoff häufiger auf. Ein Drittel der Geimpften mit AstraZeneca litt nach der ersten Dosis unter leichten Nebenwirkungen. Demgegenüber stehen 13,5 Prozent bei Biontech. Die zweite Dosis von Biontech verursachte jedoch etwas mehr Nebenwirkungen (22 Prozent).

Kopfschmerzen sind häufigste Nebenwirkung

Die Wissenschaftler des King's College London stellten fest, dass die Nebenwirkungen 24 Stunden nach der Injektion ihren Höhepunkt erreichen. Normalerweise verschwinden sie nach zwei Tagen von selbst. Die Ergebnisse der Studie sollten "vielen Menschen versichern, dass die Auswirkungen des Impfstoffs normalerweise mild und kurzlebig sind", sagt der leitende Forscher Professor Tim Spector. Als häufigste Nebenwirkung werden Kopfschmerzen aufgeführt (bei AstraZeneca 22,8 Prozent, bei Biontechs zweiter Dosis 13,2 Prozent), gefolgt von Müdigkeit, Schüttelfrost, Durchfall, Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen und Übelkeit.

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Corona-Infektion verstärkt Nebenwirkungen

Die Studie mit fast 630.000 Menschen zeigte auch, dass Nebenwirkungen am häufigsten bei Menschen unter 55 Jahren und bei Frauen auftraten. Außerdem sind Menschen, die zuvor mit Corona infiziert waren, häufiger Nebenwirkungen haben. Nach einer Impfung mit dem Biontech-Vakzin hatten ehemalige Infizierte nach der ersten Dosis dreimal so häufig Nebenwirkungen. Aber es scheint sich zu lohnen, denn "Die Ergebnisse zeigen auch einen Schutz von bis zu 70 Prozent drei Wochen nach einer Einzeldosis", so Spector.

Die gleiche Studie hat auch untersucht, welcher Impfstoff besser wirkt. Das Ergebnis können Sie hier nachlesen.

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