Britische Studie wertet Daten aus

AstraZeneca vs. Biontech: Welcher Impfstoff wirkt besser?

Patient bekommt Spritze
Patient bekommt Spritze
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27. April 2021 - 17:08 Uhr

AstraZeneca oder Biontech: Was schützt besser?

Der Frage der Wirksamkeit der Impfstoffe sind Forscher aus Großbritannien nachgegangen. In einer Langzeitstudie mit mehr als 370.000 Menschen ab 16 Jahren wurde getestet, was uns die Impfung bringt. Im Vergleich: die Impfstoffe von AstraZeneca und Biontech. Nun liegen die Ergebnisse vor.

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Für die Studie wurden mehr als 1,6 Millionen PCR-Tests durchgeführt

Für die Studie wurden verschiedene Untersuchungsgruppen gebildet. Unter den Studienteilnehmern waren nicht nur ungeimpfte Personen, sondern auch Personen, die nur die erste oder bereits beide Impfdosen erhalten hatten.

In der Gruppe der Ungeimpften wurde außerdem zwischen Menschen, die sich bereits mit Covid-19 infiziert hatten und Menschen, die sich noch nicht infiziert hatten, unterschieden. Alle Teilnehmer der Studie waren mindestens 16 Jahre alt.

In einem Zeitraum von vier Monaten wurden sie mehrmals auf Antikörper gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet – beispielsweise vor Beginn der Impfungen und nach der ersten oder der zweiten Impfung. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 1.610.562 PCR-Tests durchgeführt.

Fazit: Besser eine Impfung als keine

Das Risiko, an Corona zu erkranken, nimmt schon nach einer einmaligen Impfung mit dem AstraZeneca- oder Biontech-Impfstoff ab. 21 Tage nach der ersten Spritze sank das Risiko einer Erkrankung demnach bereits um 65 % – und das bei beiden Impfstoffen. Nach der Erstimpfung konnten die Wissenschaftler also keinen Unterschied in der Wirksamkeit zwischen den beiden Impfstoffen feststellen.

Nach der zweiten Biontech-Impfung liegt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion laut den Forschern bei nur noch 30 Prozent. Zur Wirksamkeit der Zweitimpfung des Impfstoffes von AstraZeneca konnten die Forscher keine Aussagen treffen. Ihnen lagen dafür nicht genügend Daten des britisch-schwedischen Herstellers vor. Bisher wurde die Studie nur auf dem Preprint-Server MedRxiv veröffentlicht und ist noch nicht in einem Fachmagazin erschienen. Die Prüfung und Bewertung durch unabhängige Wissenschaftler steht daher noch aus.

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