Verzweifelte Suche nach Mädchen in Australien

Das sagte Cleo (4) zu ihrer Mutter, bevor sie aus dem Zelt der Familie verschwand

Die vierjährige Cleo wird seit Samstag vermisst.
Die vierjährige Cleo wird seit Samstag vermisst.
© Western Australia Police

21. Oktober 2021 - 10:24 Uhr

Australien: Noch keine Spur von vermisstem Mädchen

Die Suche nach der vermissten Cleo Smith (4) entwickelt sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Auch nach mehr als drei Tagen fehlt von dem Mädchen, das in Australien beim Campen aus dem Zelt der Familie verschwand, jede Spur. Jetzt sind neue Details zur verhängnisvollen Nacht auf dem abgelegenen Campingplatz nahe der Quobba Blowholes (Bundesstaat Westaustralien) bekannt geworden.

Cleo wachte auf und bat um einen Schluck Wasser

Campingplatz Cleo vermisst
Von diesem Campingplatz an Australiens Westküste verschwand das Mädchen am Samstag.
© Reuters

Laut einem Bericht der "Daily Mail" wachte die Vierjährige in der Nacht zum Samstag auf. Sie hatte Durst und bat um einen Schluck Wasser. "Die Familie war im Familienzelt. Als Cleo gegen 1:30 Uhr wach wurde, kam es zu einem kurzen Gespräch", sagt Jon Munday von der Polizei. "Sie wollte etwas trinken. Anschließend schliefen alle weiter." Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Vierjährige fest geschlafen.

Als ihre Mutter und deren Freund ins Bett gingen, waren sowohl Cleo als auch ihre kleine Schwester im Zelt. Um 6 Uhr wachte die Familie auf und bemerkte, dass die Vierjährige nicht mehr da war. Auch ihr rot-grauer Schlafsack war verschwunden.

Camper suchten mit Drohnen nach verschwundener Cleo

Ellie Smith und Freund Jake Gliddon mit Cleo
Ellie Smith und ihr Freund Jake Gliddon mit der kleinen Cleo.
© Facebook/Ellie Smith

Die Polizei sieht in Cleos Frage nach etwas Wasser und ihrem Verschwinden jedoch keinen Zusammenhang. "Nichts deutet darauf hin, dass in diesem Moment etwas Verdächtiges passiert ist", sagt eine nicht genannte Quelle aus Ermittlerkreisen der "Daily Mail".

Nach Cleos Verschwinden schlugen ihre Mutter Ellie Smith und deren Freund Jake Gliddon auf dem Campingplatz Alarm. Schon bevor Polizei und Rettungsdienste eintrafen, suchten einige Gäste mit privaten Drohnen nach dem Mädchen. Andere durchforsteten per Motorrad die Gegend – ohne Erfolg.

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Australische Polizei hält Entführung für möglich

Die Polizei steht vor einem Rätsel. Was dem kleinen Mädchen widerfahren ist, ist unklar. Denkbar ist laut Ermittlern, dass Cleo entführt wurde. In dem Fall befürchten sie aber, dass die Vierjährige bereits in einen anderen Bundesstaat gebracht worden ist. "Wir können nicht ausschließen, dass Cleo noch in der Gegend ist. Wir können aber auch nicht ausschließen, dass sie nicht mehr dort ist", sagt Jon Munday. Medienberichten zufolge war Cleos Mutter mit dem Mädchen schon öfter campen: das erste Mal, als Cleo noch ein Baby war.

Suche nach Cleo wegen schlechten Wetters unterbrochen

Am Montagnachmittag wurde der leibliche Vater der kleinen Cleo befragt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass er etwas mit dem Verschwinden seiner Tochter zu tun haben könnte, erklärte die Polizei.

Inzwischen macht den Suchtrupps das schlechte Wetter zu schaffen: Australiens Westküste wurde von einer Kaltfront mit Sturm und Regen getroffen, sodass die Suche am vierten Tag vorübergehend unterbrochen werden musste. Die Ermittler hoffen jetzt, dass Überwachungskamera-Aufnahmen von Raststätten aus der Gegend rund um den Campingplatz sie auf die Spur der vermissten Cleo bringen. (bst)