Lieber auf anderen Impfstoff warten oder nicht?

AstraZeneca U-60: Das raten Experten zur Entscheidung

01. Juni 2021 - 16:05 Uhr

Für wen ist das Risiko wie hoch?

Am Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca scheiden sich die Geister: Die einen fühlen sich damit sicher und können den Piks kaum erwarten, die anderen sind wegen der Empfehlung der Stiko und Meldungen über sehr seltene Hirnvenenthrombosen skeptisch. In einer Arztpraxis dürfen sich nach vorheriger Beratung seit ein paar Wochen auch unter 60-Jährige die AstraZeneca-Spritze abholen. Aber was sagen die Zahlen: Wie hoch ist das Risiko wirklich – und für wen? Wer kommt auch als jüngere Person für AstraZeneca in Frage, und wer sollte lieber auf eine Impfung mit Biontech oder Moderna warten? Was Experten hier raten, sehen Sie im Video.

Thrombose nach AstraZeneca: Das könnte die Ursache sein

Die Zahl der gefährlichen Hirnvenenthrombosen, die nach einer Impfung mit AstraZeneca auftraten, ist nach wie vor extrem gering. In der Altersgruppe unter 60 trat diese seltene Nebenwirkung aber im Vergleich häufiger auf, insbesondere bei Frauen. Forscher haben in einer neuen Studie jetzt die These aufgestellt, dass unerwünschte lösliche Spike-Proteine bei den sogenannten Vektorimpfstoffen für die Komplikation verantwortlich sein könnten.

In welchem Verhältnis Nutzen und Schaden einer AstraZeneca-Impfung für unterschiedliche Altersgruppen zueinander stehen, hat das "Winton Centre for Risk and Evidence Communication" der Universität Cambridge in Abhängigkeit von verschieden hohen Inzidenzwerten ermittelt. Einen Überblick zu ihrer Altersgruppe finden Sie hier.

Ob eine Impfung mit AstraZeneca für Sie in Frage kommt, sollten Sie jedoch immer im direkten Gespräch mit Ihrem Arzt klären, wie auch das Robert-Koch-Institut rät.