Familie und BBC verkünden die Nachricht

Radiomoderatorin († 44) stirbt an Hirnvenen-Thrombose nach AstraZeneca-Impfung

BBC-Radiomoderatorin Lisa Shaw ist tot.
BBC-Radiomoderatorin Lisa Shaw ist tot.
© Pressebild, BBC

02. Juni 2021 - 8:56 Uhr

Britische Radiomoderatorin Lisa Shaw überraschend mit nur 44 Jahren verstorben

Die britische Radiomoderatorin Lisa Shaw ist nach einer Corona-Impfung mit AstraZeneca an einer Hirnvenen-Thrombose am Freitag gestorben. Das teilte ihre Familie mit. Die 44-Jährige arbeitete für "BBC Newcastle". Eine Woche nach ihrer Corona-Impfung entwickelte sie laut ihrer Familie schwere Kopfschmerzen. Nach AstraZeneca-Impfungen kam es nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zu einer auffällige Häufung sogenannter Sinusvenenthrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen. Allerdings ist diese Nebenwirkung extrem selten.

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"Wir sind am Boden zerstört"

Ihre Familie berichtet, dass die 44-Jährige in einem Krankenhaus wegen der Blutgerinnsel in ihrem Kopf behandelt wurde. Ohne Erfolg. Die Angehörigen machen ihre Trauer öffentlich: "Wir sind am Boden zerstört"

Mit einem emotionalen Abschiedsvideo nimmt der Radiosender BBC Newcastle auf Twitter Abschied von Lisa Shaw. Die Mutter kam 2016 zu dem Sender. Der stellvertretende Chefredakteur teilt mit: "Sie war eine vertrauenswürdige Kollegin, eine brillante Moderatorin, eine wunderbare Freundin und eine liebevolle Ehefrau und Mutter."

Warum kann es nach Corona-Impfungen zu tödlichen Thrombosen kommen?

In Europa wurden bereits 16 Millionen Menschen mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson geimpft. Dabei kam es im Nachhinein bei 142 Personen zu Problemen durch Blutgerinnsel. Ein Forscherteam aus Deutschland will nun die Ursache hierfür herausgefunden haben. Mehr dazu erfahren Sie hier.