Ärztin klärt aufAromatherapie: Welche Krankheiten ätherische Öle lindern - und wann sie zur Gefahr werden

Viele kennen das: Ein gewisser Geruch weckt Erinnerungen oder Gefühle, belebt oder beruhigt uns. Düfte wirken sich auf unsere Psyche und unser Wohlbefinden aus – doch kann man mit ihnen auch heilen? Im Video erklärt die Ärztin und Journalistin Dr. Nina Buschek von der „Apotheken Umschau“, wie Aromatherapie wirkt und welche ätherischen Öle bei welchen Krankheiten Linderung versprechen.

Vor dem Kauf: Fachkundige medizinische Beratung einholen

Duftöl ist nicht gleich Duftöl – das weiß auch Dr. Nina Buschek. Die Ärztin und Journalistin rät im Gespräch mit RTL dringend dazu, sich vor dem Kauf von ätherischen Ölen ausgiebig beraten zu lassen. „Denn nicht alles, was duftet, ist auch ein hochwertiges ätherisches Öl und das kann man als Laie ja gar nicht unterscheiden“, so die Expertin. Zwar bekomme man hochwertige Öle auch im Reformhaus oder im Bio-Laden, Dr. Nina Buschek rät jedoch klar zum Kauf in der Apotheke. „Dort kann ich sicher sein, dass ich die fachkundige medizinische Beratung bekomme.“ Auch bei naturheilkundlich ausgebildeten Ärzten erhalte man alle wichtigen Informationen.

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Richtige Anwendung wichtig - sonst drohen Verbrennungen und Verätzungen!

Gute Aufklärung vor der Anwendung von Aromatherapie-Ölen ist wichtig. Denn nicht nur welches Öl man nutzt sei entscheidend, betont Dr. Nina Buschek, sondern auch auf welche Weise man es anwendet. Pfefferminz-Öl etwa, könne zwar Reizdarm-Beschwerden lindern, doch sollte man sich es trotzdem niemals direkt in den Mund oder in ein Getränk träufeln!

„Was ganz wichtig ist: Es sind zwar pflanzliche Stoffe, ganz reine Stoffe, aber das heißt nicht, dass diese Stoffe deswegen total harmlos sind“, warnt die Medizinjournalistin. Pure Öle könnten mitunter eine ätzende Wirkung auf die Schleimhäute haben. Innerlich sollte die Anwendung daher nur als fertig aufbereitetes Arzneimittel, zum Beispiel in Kapsel-Form, erfolgen.

Es gibt auch Substanzen, die man verdampft – zum Beispiel mit einem Diffuser. Andere reibt man auf die Haut, damit sie dort ihre Wirkung entfalten. Doch Vorsicht! Auch beim Auftragen auf die Haut kann es zu Allergien oder Ausschlägen führen. Im Sommer kann die Wirkung auf der Haut zudem durch die Sonneneinstrahlung verstärkt werden und zu Verbrennungen führen. Zu den ätherische Ölen, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, zählen Grapefruit, Limette, Bergamotte, Orange oder Zitrone.

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Wann Aromatherapie gefährlich werden kann

Während ältere Kinder von den Vorteilen der Aromatherapie profitieren können, sollten Eltern die Öle noch nicht bei Kleinkindern anwenden. „Säuglinge und Kleinkinder können von ätherischen Ölen schwere Atemwegsreizungen bekommen“, warnt Dr. Buschek. „Sie darf man nicht mit so etwas einreiben – das ist gerade in der Erkältungszeit wichtig.“ Auch Schwangere sollten aufpassen. „Denn manche Öle können auch Wehen auslösen“, so die Expertin der „Apotheken Umschau“. (dhe)

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