An Jasmin und Tobias Meißner hätte der Kanzler seine Freude. Die Bürokauffrau und der Tischler haben ein Eigenheim gebaut, vermieten eine Wohnung - und tun auch sonst viel, um nicht auf die normale Rente angewiesen zu sein.
Das aber geht nicht allen so, deshalb ist der Ärger über Kanzler Merz groß.
Schon jetzt leben in Westdeutschland siebenunddreißig Prozent der Rentner ausschließlich von der gesetzlichen Rente, im Osten sogar einundfünfzig Prozent. Wenn die künftig nur noch fürs Nötigste reichen soll, wäre es zwingend, privat vorzusorgen.
Ein Drittel der aktuellen Arbeitnehmer aber tut dies nicht.
"Wer nichts hat, der kann auch nichts zur Seite legen. Das ist ganz einfach so........................"
"Wir sind alle Studenten oder gerade in der Ausbildung und kämpfen jetzt schon, dass das Geld irgendwie für Miete und für andere Sachen reicht."
Fakt ist aber auch:
Deutschland altert, und so leert sich die Rentenkasse.
"Für junge Menschen wird sich das Bild natürlich viel stärker drehen, weil eben die Bedeutung von betrieblicher und auch von privater Altersvorsorge wesentlich relevanter werden wird."
Die Bundesregierung baut dazu die Riesterrente um. Ab nächstem Jahr gibts schon auf kleine Sparbeiträge größere Zuschüsse vom Staat. Betriebsrenten sollen erleichtert werden.
Die SPD sagt heute dennoch: Es muss auch ohne Privatvorsorge reichen.
"Viele haben in die gesetzl. Rentenversicherung eingezahlt, was sie mit eigener Hände Arbeit erwirtschaftet haben. Das ist keine Basisabsicherung, auf die gesetzliche Rente muss man sich verlassen."
Wie die künftig aussieht, klärt sich im Sommer. Dann steht die große Rentenreform an.