Kitas sollen jetzt nachschauen, ob sie vielleicht das vergiftete Gläschen haben - dazu ruft jetzt die Polizei in Österreich auf. Es könnte in einem Supermarkt in Eisenstadt verkauft worden sein.
Nach und nach kommen immer mehr Details des Erpressungsversuchs ans Licht.
„Die Erpressermail kam hier bei Hipp schon am 26. März an, und zwar an ein personalisiertes E-Mail-Postfach. Das ist so was wie Info. Erst am 17. April aber wurde die gelesen und das sind zweieinhalb Wochen, in denen die vergifteten Gläschen viel-leicht schon in den Regalen standen."
Zwei Millionen Euro sollen die Erpresser gefordert und offen-bar sechs Gläschen manipuliert haben, in Österreich, in Tschechien und der Slowakei. 5 wurden bereits gefunden.
Sie waren mit einem roten Kreis auf der Unterseite markiert. Warum? Noch unklar. WIE und WO der oder die Täter die Babynahrung vergiftet haben, ist jetzt ebenfalls Teil der Ermittlungen.
„Es lässt sich jetzt noch mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit das Prozedere oder der Modus Operandi wie in der Kriminalistik sagen, noch nicht festlegen, wie die Gläser kontaminiert worden sind. Aber das ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen. Und da bräuchten wir dann wohl auch den Täter dazu."
Rattengift im Organismus sorgt dafür, dass das Blut nicht mehr gerinnt. In hohen Dosen kann es sogar tödlich sein.
„Rattengift zumindest bei uns in Deutschland besteht ja aus Mitteln, die die Gerinnung hemmen, die Blutgerinnung hemmen.“
„Es gibt etliche Beispiele, wo Babys solches Rattengift schon aus Versehen aufgenommen haben. Und Gott sei Dank ist nicht viel passiert, aber es kann natürlich zu Blutungen kommen." Entscheidend ist, wie viel Rattengift im Glas ist. Das soll jetzt im aktuellen Fall eine Laboranalyse herausfinden. Die Suche nach dem letzten vergifteten Glas läuft aktuell Hochtouren, genau wie die Fahndung nach den Erpressern.