Wann ihr einen Arzt konsultieren solltetTrinkt ihr gerade zu viel? Vorsicht bei diesen Alarmsignalen der Leber!

ARCHIV - 03.10.2021, Bayern, München: Eine Frau gießt zuhause Wein in ein Glas. Weniger Partys, kaum noch Weihnachtsfeiern und zwei Jahre kein Oktoberfest: Das hat sich deutlich auf das Trinkverhalten in Deutschland ausgewirkt. (Zu dpa «Pandemie verlagert den Alkoholkonsum von Partys auf die Couch») Foto: Finn Winkler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Zu viel Alkohol schädigt die Leber. Worauf ihr achten müsst.
fgj wst, dpa, Finn Winkler

Hier ein Gläschen zum Anstoßen, da ein Gläschen als Absacker, aber Vorsicht!
Alkohol in rauen Mengen hinterlässt seine Spuren. Denn der übermäßige Konsum ist für unsere Leber schädlich. Wir zeigen euch, bei welchen Warnsignalen ihr einen Arzt aufsuchen solltet und wie ihr die Leber entgiften könnt, wenn ihr über die Stränge geschlagen habt.

Studie: Jeder Vierte hat mit einer Fettleber zu tun

Fernab von Weihnachten, Silvester, Festivals oder Partys weist aktuell eine Studie darauf hin, wie gefährlich es ist, seiner Leber dauerhaft zu schaden. Laut der Untersuchung ist jeder Vierte über 40 Jahren in Deutschland von der sogenannten Fettleber betroffen – Tendenz steigend!

Zu viel Fett an der Leber kann laut dem Roger Williams Institute of Hepatology zu einer mangelnden Sauerstoffzufuhr im Gehirn führen. Sogar Depressionen und Demenz könnten demnach dadurch ausgelöst werden.

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Wie viel Alkohol ist unbedenklich?

Die vom Körper täglich tolerierte Menge Alkohol ist geringer als viele Menschen glauben. Allgemein gilt laut Universitätsspital Zürich aktuell für Frauen wie Männer eine Obergrenze von 100 g Alkohol pro Woche. Das entspricht umgerechnet etwa einem Deziliter Wein pro Tag oder einem kleinen Bier.

Auch wenn ihr euch an diese Menge haltet, sollte ihr sie nicht täglich konsumieren. Die Leber baut über bestimmte Eiweiße den Alkohol ab. Da sie jedoch auch andere Reinigungsprozesse vollziehen muss, muss man ihr immer wieder Pausen gönnen.

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Zu viel Alkohol? Bei diesen Warnsignalen solltet ihr einen Arzt aufsuchen

Zwar zählen Alkoholabhängige und stark übergewichtige Erwachsene zu den Hauptrisikogruppen, jedoch erkranken auch immer häufiger Kinder und Jugendliche an einer Fettleber. Davon spricht man, wenn mehr als 50 Prozent der Leberzellen von einer Verfettung betroffen sind. Fünf Risikofaktoren können zudem eine Fettleber begünstigen. Dazu gehört neben einer falschen Ernährungsweise beispielsweise auch eine Diabetes-Erkrankung.

Laut Informationen auf der offiziellen Webseite des Universitätsspital Zürich wird die Erkrankung meist eher zufällig bei Untersuchungen, die aus anderen Gründen durchgeführt werden, entdeckt. Das liegt nicht selten an den eher unspezifischen Symptomen, die eine Fettleber auslösen kann.

Folgende fünf Beschwerden sollten euch hellhörig werden und einen Arzt aufsuchen lassen:

  • Appetitverlust

  • Abgeschlagenheit

  • Müdigkeit

  • Druckgefühl im rechten Oberbauch

  • Völlegefühl

  • Übelkeit

  • Blähungen

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Im Video: So gefährlich ist eine Fettleber - Ursachen und Vorbeugung

Leber entgiften: Wie man das Organ natürlich reinigt

Die Leber steuert den Stoffwechsel, reguliert den Cholesterinspiegel und filtert Abfallprodukte aus unserem Blut - dazu zählen Stoffe wie Alkohol, Nikotin und Medikamente.

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Klar, dass viele nach Weihnachten und Co. erstmal fasten. Dabei ist es wichtig, genug zu trinken: Wasser statt Alkohol lautet die Devise. Am besten zwei Liter täglich. Nach dem Aufstehen hilft ein Glas heiße Zitrone, um den Stoffwechsel anzuregen.

Wer mag, kann frischen Ingwer dazugeben. Dieser hat eine entzündungshemmende sowie antioxidative Wirkung. Gut ist auch grüner Tee, der die Fettverbrennung ankurbelt. Außerdem solltet ihr euch bewegen. Auch Sport hilft der Leber zu entgiften. Zudem sind Brokkoli, aber auch Zitrone wahre Wundermittel, die der Leber gegen bestimmte Gifte helfen. Alle weiteren Schritte sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen und Ihre Leberwerte regelmäßig überprüfen lassen. (mjä)