Was hat es damit auf sich?

Abzocke per SMS! Verbraucherzentralen warnen vor Smishing-Masche

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt aktuell vor Smishing. Was genau ist das eigentlich?
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt aktuell vor Smishing. Was genau ist das eigentlich?
© Prostock-Studio

24. November 2021 - 12:12 Uhr

Online-Banking per SMS und ominösem Link? Hier steckt eine Betrugsmasche dahinter

Gerade Dinge wie Online-Banking sind eigentlich dazu da, uns das Leben ein kleines bisschen leichter zu machen. Doch die Schattenseiten kennen die meisten: Betrüger können mitunter ihr Unwesen im Netz treiben, um uns Daten und Co. zu klauen. Daher gilt: stets vorsichtig sein. Aktuell sind falsche SMS im Umlauf, inklusive ominösem Link, auf den Sie klicken sollen. Sie stammen angeblich von Banken und Sparkassen, man spricht von Smishing. Das müssen Sie wissen.

SMS sind nicht echt, sondern eine Betrugsmasche

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine scheinbar ganz normale SMS von Ihrer Bank zugeschickt. Sie werden aufgefordert, einem Link zu folgen, damit Sie Ihre TAN abrufen können. Klingt eigentlich gar nicht so abwegig oder? Kein Wunder, dass auf diese aktuelle Betrugsmasche der ein oder andere rein fallen dürfte. Verbraucherzentralen warnen aktuell vor diesen unechten Nachrichten, vor dem sogenannten Smishing.

Worum es geht? Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfale verspricht diese verhängnisvolle SMS "über angebliche Neuerungen oder Probleme beim Online-Banking" zu informieren. Die Kriminellen wollen so an die Zugangsdaten für Ihr Konto gelangen. Der Begriff Smishing ist eine Wort-Zusammensetzung aus SMS und Phishing, eine Betrugsmasche per E-Mail. Das Perfide: Die Beispiele der Betrüger, der der Verbraucherzentrale vorliegen, sehen tatsächlich auf den ersten Blick so aus, als stünden sie im Zusammenhang mit einer Bank oder Sparkasse – dem ist aber nicht so.

Lese-Tipp: Achtung, Smishing-Alarm! Diese Voicemail-SMS ist ein Betrugsversuch

Was Sie auf keinen Fall tun sollten:

  • Nicht den Link in der angeblichen SMS von Ihrer Bank oder Sparkasse anklicken.
  • Haben Sie das doch getan, geben Sie nicht Ihre Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking über diese Seite an.
  • Wenn Sie aufgefordert werden, eine neue App zu installieren, stimmen Sie bloß nicht zu.
  • Antworten sollten Sie auf eine solche SMS ebenfalls nicht. Das zeigt den Betrügern nur, dass Ihre Handynummer tatsächlich aktiv ist.

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Um solche SMS erst gar nicht empfangen zu können, gibt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale einige Handlungstipps. Beispielsweise können Sie in Ihren Smartphone-Einstellungen angeben, dass Sie nur SMS von Nummern empfangen werden können, die Sie auch wirklich in Ihren Kontakten eingespeichert haben. Das Blöde ist nur, dass Sie auch jegliche Service-Nummern, die Sie in der Regel kaum nutzen, einspeichern müssen. Sonst gibt es im Zweifel keine richtigen Termin-Erinnerungen oder Banking-TANs mehr.

Sie könnten sich darüber hinaus bestimmte Sicherheits-Apps mit Spam-Filter installieren oder generell darauf achten, dass Sie Ihre Handynummer und Daten so wenig wie möglich herausgeben. Hilft das alles nichts und Sie werden weiter Opfer von Betrugsmaschen, sollten Sie einen Rufnummer-Wechsel in Erwägung ziehen.

Das Sperren oder Blockieren der Nummer, die das Smishing betreibt, bringt leider nicht wirklich etwas, da die Betrüger häufig die Nummern wechseln. Dann geht das Spiel von vorne los! Sind Sie sich weiterhin unsicher, können Sie auch einfach bei Ihrer Bank anrufen und nachfragen, ob es tatsächlich irgendwelche Neuerungen oder Änderungen gibt, die Sie beachten sollten.

Generell gilt: Klicken Sie nichts an, bei dem Sie sich nicht hundertprozentig sicher sind! (vdü)

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