Beauty-Behandlung endet für Cheyanne in Klinik

Augenbrauen mit Henna gefärbt - 14-Jährige fast erblindet!

Cheyanne West aus Großbritannien sieht nach einem harmlosen Kosmetiksalonbesuch so aus.
Cheyanne West aus Großbritannien sieht nach einem harmlosen Kosmetiksalonbesuch so aus.
© Quelle: JamPress

29. Dezember 2021 - 22:04 Uhr

Vom Kosmetikstudio in die Klinik

Cheyanne West will sich nur die Augenbrauen und Wimpern färben lassen. Einige Tage später kämpft sie erst um ihr Augenlicht - und dann um ihr Leben. Die 14-Jährige hat eine äußerst starke allergische Reaktion auf das Färbemittel. Heiligabend verbringt die Familie im Krankenhaus. Auch unsere Reporterin hat Erfahrung mit allergischen Reaktionen nach dem Brauenfärben gemacht, im Video erfahren Sie mehr.

Nach dem Augenbrauenfärben schwellen die Augen zu

Am 23. Dezember will sich die 14-jährige Cheyanne in einem Salon in Colchester, in Großbritannien, noch so richtig aufhübschen lassen. Mit Henna-Farbe lässt sich die Teenagerin die Augenbrauen und auch ihre Wimpern färben. Eine gängige Methode. Anfangs ist alles gut, aber am nächsten Morgen erkennt Mutter Rhia ihre Tochter kaum wieder. "Ich bin aufgewacht und mein gesamtes Gesicht war geschwollen, ich konnte nichts sehen. Ich hatte Angst und war wütend", erzählt Cheyanne der Nachrichtenagentur "JamPress".

Allergieschock auf die Henna-Farbe

Die Mutter fährt sofort mir ihrer Tochter in die Klinik. Eine Nacht behalten die Ärzte sie bei sich und behandeln das Mädchen. Sie hat einen Allergieschock auf die Henna-Farbe. Dank Medikamenten geht die Schwellung zurück – vorerst. Denn als die 14-Jährige wieder an Heiligabend Zuhause ist, wird es schlimmer. Ihr Hals schwillt zu und ihre Augenpartie so stark an, dass Cheyanne nicht mehr die Augen schließen kann.

Lese-Tipp: Augenbrauen formen: So finden Sie die perfekte Form für Ihr Gesicht

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Plötzlich geht es um ihr Leben

Das Mädchen kommt erneut in die Klinik und plötzlich ist es nicht mehr ein kleiner Beautypatzer, sondern ein fast tödlicher Fehler: "Die Doktoren erzählten mir, dass ich blind hätte werden können und dass ich sogar hätte sterben können." Die gesamte Weihnachtszeit muss die 14-Jährige behandelt werden. Auch wenn Cheyannes Augenlicht gerettet werden konnte, wird sie Narben tragen. Ihre Augenbrauen haben offene Stellen und ihre Haare und Wimpern fallen aus.

Als Entschädigung gibt's eine Gratisbehandlung

Mutter Rhia West wirft dem Beautysalon in Colchester vor, dass er seine Aufsichtspflicht versäumt habe. Die Mitarbeiter hätten bei einer minderjährigen Kundin um das Einverständnis der Eltern bitten müssen.

Das Problem an der Sache: Der Salon hat probiert, die Mutter zu erreichen. Als sie die Anrufe aber nicht beantwortete, wandten sich die Mitarbeiter an Cheyannes Großmutter, die zustimmte. Und seitdem der Salon von der allergischen Reaktion weiß, steht das Telefon nicht still, so die Mutter: "Sie haben uns eine Erstattung des Preises und eine Gratis-Behandlung angeboten – und der Salonbesitzer probiert mich dauerhaft zu erreichen."

Finger weg bis zur Volljährigkeit

Für Cheyanne hätte es tödlich enden können. So kommt sie vergleichsweise noch glimpflich davon. Aber eins steht fest: "Sie wird nichts mehr gemacht bekommen bis sie 21 Jahre alt ist." Sicher ist eben sicher. (gas)