maine-coon-wachstum-jungkatze

Maine Coon: Krankheiten, Kosten und Versicherung

Trägerrate und Erkrankungsrate sind bei der Maine Coon zwei verschiedene Zahlen, und nur eine davon kostet Sie später Geld. Wir erklären den Unterschied und zeigen, welcher Tarif die Herzerkrankung dieser Rasse tatsächlich einschließt.

* Wir verlinken mit sog. 'Affiliate-Links' auf Online-Shops und Partner, von denen wir unter Umständen eine Vergütung erhalten.
Laura Schneider Geschrieben von Laura Schneider

Die Zahl, die in Züchterprofilen und Foren zur Maine Coon herumgeht, ist eine Trägerrate und beschreibt keine Krankheit. In der Herzultraschall-Untersuchung, aus der sie stammt, trugen 34 Prozent der Maine Coons die Anlage für die erbliche Herzmuskelerkrankung dieser Rasse, erkrankt waren aber nur 7 Prozent. Diese Unterscheidung entscheidet, was Ihnen die Rasse kostet: Ein Trägerstatus kostet Sie nichts, ein Herzbefund kostet Sie ab dem Tag, an dem er in der Akte steht.

Wenn Sie gerade zwischen Kitten, Gentest und Angeboten stehen, ist das die Frage, die Sie zuerst klären sollten. Für dieses Risiko empfehlen wir Cleos, den einzigen der elf geprüften Anbieter, der die Herzerkrankung der Maine Coon namentlich einschließt.

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Herzultraschall-Studie trugen 34 Prozent der Maine Coons die Anlage für eine Herzmuskelerkrankung, krank waren nur 7 Prozent.
  • 10 bis 15 Prozent aller Maine Coons entwickeln im Laufe des Lebens eine Verdickung des Herzmuskels.
  • Gewissheit gibt nur der Herzultraschall, und der kostet Sie pro Termin 70 bis 180 Euro, ein Langzeit-EKG bis zu 400 Euro.
  • Wer den Antrag erst nach einem Herzbefund stellt, bekommt genau dieses Risiko nicht mehr versichert.
  • Unsere Empfehlung ist Cleos: Der Tarif nennt die Herzerkrankung dieser Rasse ausdrücklich als vollständig mitversichert.
Unsere Versicherungsempfehlung für Ihre Maine Coon
Cleos führt die Herzmuskelerkrankung HCM bei der Maine Coon ausdrücklich als vollständig mitversichert, ohne gesonderte Begrenzung. Der Herzultraschall dahinter kostet 70 bis 180 Euro pro Termin.

Die Maine Coon im Steckbrief

  • Gewicht: Kätzinnen 4 bis 6,5 kg, Kater 5,5 bis 9 kg
  • Lebenserwartung: 11 bis 15 Jahre
  • Häufigste rassetypische Erkrankung: hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
  • Zweite dokumentierte Erbkrankheit: spinale Muskelatrophie (SMA), per Gentest erkennbar

HCM bei der Maine Coon: Trägerstatus ist keine Diagnose

Die hypertrophe Kardiomyopathie ist eine Verdickung des Herzmuskels, die die Kammer verkleinert und das Herz mit der Zeit ineffizient arbeiten lässt. Bei der Maine Coon steckt dahinter am häufigsten die Variante A31P im Gen MYBPC3, die am besten dokumentierte Herzmutation der Katze überhaupt. In der großen europäischen Untersuchung von Longeri und Kollegen trugen 41,5 Prozent der getesteten Maine Coons diese Variante, andere Erhebungen liegen niedriger; als Orientierung taugen 30 bis 40 Prozent.

Über die Zahl der erkrankten Tiere sagen solche Trägerraten nichts. Die Untersuchung, aus der die 34 Prozent stammen, trennt beides sauber:

KennzahlWert
Untersuchte Tiere mit Herzultraschall164
Träger der Variante A31P55 Tiere (34 Prozent)
Im Ultraschall bestätigte HCM12 Tiere (7 Prozent)
Erkrankungsrisiko heterozygoter Träger1,8-mal höher als ohne die Variante
Erkrankungsrisiko homozygoter Träger18-mal höher als ohne die Variante
Klinisch betroffene Maine Coons in der Rasse10 bis 15 Prozent

A31P verschiebt das Risiko also, es legt den Verlauf nicht fest. Der Abstand zwischen 34 und 7 Prozent ist genau der Unterschied zwischen Anlage und Erkrankung, und er ist der Grund, warum ein Laborbericht allein Ihre Katze noch nicht zum Herzpatienten macht.

Was für Ihre Katze gilt, steht im Laborbericht: entweder N/A31P, dann trägt sie eine Kopie der Variante, oder A31P/A31P, dann zwei. Nur das zweite Ergebnis sollte Ihr Verhalten ändern: früher zum ersten Herzultraschall und danach in kürzeren Abständen, weil der Faktor 18 auf diese Gruppe entfällt. Bei N/A31P bleibt es beim normalen Kontrollrhythmus.

Für Sie heißt das: Ein positiver Trägerstatus ist kein Grund, ein Kitten abzulehnen, und ein negativer keiner, sich zurückzulehnen.

Was kostet ein Herzultraschall bei der Maine Coon?

Ein Herzultraschall kostet 70 bis 180 Euro pro Termin. Der Weg dorthin beginnt meist beim Herzgeräusch, das eine Praxis beim Abhören bemerkt:

  • Allgemeine Untersuchung: 23,62 Euro zum einfachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte
  • Herzultraschall (Echokardiographie): 70 bis 180 Euro, im Standardumfang 80 bis 150 Euro, bei ausführlicher Untersuchung 150 bis 250 Euro
  • EKG: 50 bis 90 Euro
  • Langzeit-EKG über 24 Stunden: 200 bis 400 Euro

Bestätigt sich der Verdacht, bleibt es nicht bei einem Termin. Eine diagnostizierte HCM wird in der Regel jährlich per Ultraschall kontrolliert, bei fortschreitendem Befund häufiger, und dazu kommt eine dauerhafte Medikation. Fragen Sie die Praxis nach dem Monatspreis des verordneten Präparats, sobald die Diagnose steht: Er hängt am Wirkstoff und an der Dosis, und er gehört in Ihre Rechnung.

Diese Kosten bestehen aus Diagnostik, jährlichen Kontrollen und Medikamenten, also aus Heilbehandlungen. Operiert wird eine HCM nicht. Der unbegrenzte Operationsanteil, mit dem viele Anbieter werben, berührt dieses Risiko deshalb überhaupt nicht. Es zählt, was ein Tarif im Jahr für Heilbehandlungen zahlt. Wie sich die Positionen nach Gebührensatz zusammensetzen, zeigt unsere Übersicht zu den Kosten eines Ultraschalls bei der Katze.

Maine Coon Versicherung: unsere drei Tarifempfehlungen

Wir haben elf Katzentarife daraufhin gelesen, was sie zu erblichen Herzerkrankungen sagen und was sie im Jahr für Heilbehandlungen zahlen. Drei kommen für eine Maine Coon in Frage, und die Reihenfolge folgt diesem Kriterium: Cleos nennt die Erkrankung, Dalma lässt Sie die Jahresleistung so hoch setzen, wie ein lebenslanger Befund sie braucht. Lassie steht an dritter Stelle, weil sein unbegrenzter Operationsanteil an einer anderen Stelle hilft als am Herzen.

Cleos: der Anbieter, der die Herzerkrankung der Maine Coon beim Namen nennt

Cleos führt in den eigenen Leistungsbeschreibungen „Herzerkrankungen (wie HCM bei Maine Coon oder Ragdoll)“ auf und bezeichnet sie als vollständig mitversichert, ohne gesonderte Begrenzung. Das ist die einzige namentliche Zusage zu genau diesem Risiko, die wir gefunden haben, und sie ist mehr wert als ein niedrigerer Beitrag.

Die drei Stufen unterscheiden sich an der Jahresleistung und am Gebührensatz:

  • Basis: ab 25,34 Euro im Monat, 3.000 Euro im Jahr, Erstattung bis zum dreifachen Satz
  • Rundum: ab 27,29 Euro im Monat, 10.000 Euro im Jahr, bis zum vierfachen Satz samt Notdienst
  • Rundum Plus: ab 29,24 Euro im Monat, keine Jahresgrenze

Eine Altersobergrenze für den Eintritt gibt es nicht.

Cleos: HCM bei der Maine Coon namentlich mitversichert
Drei Stufen ab 25,34 Euro im Monat, Jahresleistung von 3.000 Euro bis unbegrenzt, kein Höchstalter beim Eintritt.

Worauf kommt es im Tarif bei einem Herzbefund an?

Bei einer Maine Coon Versicherung entscheiden drei Punkte und nicht der Monatsbeitrag: die Jahresleistung, die reguläre Wartezeit und die längeren Sonderfristen für einzelne Leistungen. Eine HCM begleitet Ihre Katze ab der Diagnose lebenslang, und an diesen drei Punkten hängt, was der Vertrag davon trägt.

AnbieterJahresleistungWartezeit bei KrankheitLängere Frist für einzelne Leistungen
Cleos3.000 Euro (Basis), 10.000 Euro (Rundum), unbegrenzt (Rundum Plus)30 Tage, entfällt bei Unfall6 Monate für bestimmte Operationen
Dalmafrei wählbar von 500 Euro bis unbegrenzt, Operationen immer unbegrenzt30 Tage für Heilbehandlungen, 14 Tage für Operationen, 2 Tage bei Unfall12 Monate für rassespezifische Erkrankungen, 12 Monate für Zahnbehandlungen, 18 Monate für Patellaluxation
Lassie1.000 Euro (Mini), ab dem dritten Jahr unbegrenzt (Midi), sofort unbegrenzt (Maxi), Operationsanteil immer unbegrenzt30 Tage, 2 Tage bei Unfall18 Monate für bestimmte Diagnosen

Eine Jahresleistung von 500 Euro klingt nach viel, bis Sie die Positionen von oben zusammenlegen: Untersuchung für 23,62 Euro, Herzultraschall bis 180 Euro und ein Langzeit-EKG bis 400 Euro sprengen dieses Limit allein im Diagnostikjahr, ohne eine einzige Tablette. Auch 1.000 Euro sind damit schnell aufgebraucht.

Für eine Maine Coon halten wir alles unter 3.000 Euro im Jahr für zu knapp bemessen. 3.000 Euro sind die Basis-Stufe bei Cleos, also die Untergrenze und nicht das Ziel: Wer die Rundum-Stufe mit 10.000 Euro tragen kann, hat für eine lebenslange Herzdiagnose die passendere Stufe gewählt.

Eine reine OP-Versicherung für die Katze ist hier nicht die günstigere Zwischenlösung, sondern das falsche Produkt: Sie zahlt Eingriffe, und eine HCM verursacht keine. Ist Ihnen der Vollschutz zu teuer, gehen Sie lieber beim Erstattungssatz oder über die Selbstbeteiligung herunter als beim Leistungsbereich.

Fragen Sie außerdem gezielt nach, ob eine der Sonderfristen die Herzerkrankung erfasst. Bei den Fristen für rassespezifische Erkrankungen und für bestimmte Diagnosen ist das die entscheidende Frage, und Sie sollten die Antwort vor der Unterschrift schriftlich haben.

Zwei weitere Tarife für eine Maine Coon

Dalma und Lassie sind aus anderen Gründen interessant als Cleos, und keiner der beiden nennt die Herzerkrankung dieser Rasse in den eigenen Unterlagen.

Dalma: Jahresleistung und Erstattungssatz selbst festlegen

Dalma hat keine festen Tarifstufen, sondern lässt Sie Jahresleistung, Erstattungssatz und Vorsorgebudget einzeln einstellen. Dass Sie die Jahresleistung nach oben hin selbst bestimmen, ist der Grund, warum Dalma bei dieser Rasse überhaupt in Frage kommt.

  • Erstattungssatz: 60 bis 100 Prozent
  • Jahresleistung: von 500 Euro bis unbegrenzt
  • Beitrag: Vollschutz ab 15,99 Euro im Monat, reiner Operationsschutz ab 7,99 Euro
  • Aufnahmealter: zwischen zwei Monaten und dem neunten Geburtstag
  • Auszahlung: binnen 48 Stunden
  • Kündigung nach einem Schadensfall: ab dem zwölften Monat verzichtet Dalma darauf

Was Sie bei Dalma nicht finden, ist eine Aussage zu HCM, zu Rassekatzen oder zu Gentests: Die Unterlagen sprechen von rassespezifischen Erkrankungen und erklären das am Beispiel Hüft- und Ellbogendysplasie. Das hat eine Folge für den Zeitpunkt des ersten Vorsorge-Ultraschalls. Fällt eine Herzerkrankung unter die 12-Monats-Frist aus der Tabelle, ist der Vorsorge-Ultraschall bei Dalma erst im zweiten Vertragsjahr sinnvoll, während er bei Cleos nach 30 Tagen möglich ist.

Dalma: Jahresleistung bis unbegrenzt
Vollschutz ab 15,99 Euro, Operationsschutz ab 7,99 Euro im Monat, Jahresleistung frei wählbar von 500 Euro bis unbegrenzt.

Lassie: unbegrenzte Operationen für das andere Risiko

Lassie ist auf dieser Seite der Tarif für das andere Risiko. Der Operationsanteil ist in jeder Stufe unbegrenzt, auch in der kleinsten, und bei einem Unfall oder einem verschluckten Fremdkörper ist das viel wert. Für das Herz zählt davon nichts: Dort entscheidet allein die Heilbehandlungsstufe.

  • Mini: Heilbehandlungen bis 1.000 Euro im Jahr
  • Midi: Heilbehandlungen ab dem dritten Jahr unbegrenzt
  • Maxi: Heilbehandlungen sofort unbegrenzt
  • Operationsanteil: in jeder Stufe unbegrenzt
  • Selbstbeteiligung: 0, 20 oder 40 Prozent

Für eine Maine Coon kommen damit nur Midi und Maxi in Frage.

Der Haken für eine Maine Coon liegt in der Wartezeit: Neben den regulären 30 Tagen gilt für bestimmte Diagnosen eine Frist von 18 Monaten, und ob eine Herzerkrankung darunterfällt, müssen Sie sich bestätigen lassen. Verkürzen können Sie das nur beim Kitten: Ist Ihre Katze höchstens 120 Tage alt und liegt binnen zehn Tagen ein tierärztliches Gesundheitszeugnis vor, entfällt die Wartezeit.

Lassie: Operationskosten in jeder Stufe unbegrenzt
Selbstbeteiligung mit 0, 20 oder 40 Prozent wählbar, Wartezeit für Kitten unter 120 Tagen entfällt mit tierärztlichem Zeugnis.

Wie läuft das Herzscreening bei der Maine Coon ab?

Der erste Herzultraschall gehört ins erste Lebensjahr, danach jährlich, bis das Tier über drei Jahre alt ist. Die Maine Coon hat das älteste organisierte Herzscreening der Katzenzucht, und es ist der Grund, warum es zu ihr überhaupt belastbare Zahlen gibt.

Der Schwedische Maine Coon Cat Club verlangt seit dem 1. Januar 2004 Ultraschallbefunde, die Zuchtdatenbank PawPeds führt ihr Programm seit Juni 2010. Der Ablauf dort ist der Maßstab, an dem Sie einen Züchter messen können:

  • Erster Herzultraschall mit einem Jahr, in jedem Fall vor dem ersten Zuchteinsatz
  • Danach jährlich, bis das Tier über drei Jahre alt ist

Was Ultraschall und Gentest jeweils zeigen

Der Ultraschall ist eine Momentaufnahme des Organs, er zeigt die heutige Wanddicke und ob der Vorhof schon belastet ist. Ein Gentest zeigt dagegen nur, welche Variante im Erbgut liegt, und daran ändert sich lebenslang nichts. PawPeds formuliert es selbst so, dass Gentests nur für wenige Rassen verfügbar sind und die übrigen Verfahren milde Formen der HCM nicht zuverlässig erkennen.

Wie viel ein Gentest wert ist, hängt an der Krankheit und nicht am Labor. Die zweite dokumentierte Erbkrankheit dieser Rasse zeigt das: Bei der spinalen Muskelatrophie liefert der Gentest eine klare Antwort. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt, zwei Kopien bedeuten ein betroffenes Kitten, eine Kopie einen gesunden Träger, und die ersten Ausfälle zeigen sich um die zwölfte Lebenswoche. Beim Herzen verschiebt derselbe Laborbericht nur eine Wahrscheinlichkeit. Genau deshalb ersetzt er den Ultraschall nicht.

Dazu kommt, dass A31P nicht die einzige Herzvariante ist. Mit A74T ist eine zweite bestätigte Mutation im Spiel, die in einer Population von 49 Katzen mit 24,45 Prozent häufiger auftrat als A31P mit 16,33 Prozent, und beide Häufigkeiten stiegen mit Alter, Gewicht und Herzfrequenz.

Eine Ahnentafel mit dem Vermerk A31P-negativ ist damit ein Argument für die Zuchtlinie, aber keine Aussage über das Herz des Tieres, das vor Ihnen sitzt. Fragen Sie nach den Ultraschallbefunden beider Elterntiere mit Datum. Zum Verlauf der Erkrankung selbst haben wir eine eigene Übersicht in unserem Ratgeber zu Katzenkrankheiten.

Warum der Vertrag vor den ersten Ultraschall gehört

Zwei sinnvolle Empfehlungen kollidieren beim Herzultraschall: Verantwortungsvolle Zucht und gute Tiermedizin wollen ihn früh, jeder Versicherungsvertrag will ein Tier, bei dem noch nichts festgestellt ist. Was am Tag der Unterschrift schon in der Akte steht, ist eine Vorerkrankung, und was in den Wochen der Wartezeit dazukommt, behandeln die Anbieter genauso: angeborene Krankheiten, Fehlentwicklungen und Vorerkrankungen samt ihren Folgen zahlt keiner.

Ein Befund gilt dabei ab dem Moment als vorhanden, in dem er dokumentiert ist, auch wenn Ihre Katze völlig beschwerdefrei ist und Sie den Ultraschall aus reiner Vorsorge machen ließen.

Faustregel: Der Vertrag gehört vor den ersten Vorsorge-Ultraschall, nicht danach. Nur in dieser Reihenfolge bekommen Sie verantwortungsvolles Screening und vollen Erstattungsanspruch gleichzeitig.

Cleos macht dazu eine der wenigen konkreten Angaben im Markt: Ein abgeschlossener Eingriff, der mindestens sechs Monate zurückliegt und keine laufende Behandlung nach sich zieht, steht dem Vertrag nicht entgegen. Für eine chronische Herzdiagnose gilt das nicht, für eine ausgeheilte Sache aus dem Kittenalter schon. Wie Anbieter mit bereits dokumentierten Diagnosen umgehen, steht in unserem Beitrag zur Katzenversicherung mit Vorerkrankung.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Lassen Sie Herzultraschall und Befundbewertung bei Ihrer Maine Coon von einer kardiologisch erfahrenen Praxis übernehmen, gerade weil die Deutung milder Formen Erfahrung braucht.

Häufig gestellte Fragen zur Maine Coon Versicherung

Bedeutet ein positiver Gentest, dass meine Maine Coon HCM bekommt?

Nein. In der Gruppe von 164 per Herzultraschall untersuchten Maine Coons trugen 34 Prozent die Variante A31P, eine bestätigte hypertrophe Kardiomyopathie hatten 7 Prozent. Träger erkranken häufiger als Nichtträger, mit einer Kopie der Variante 1,8-mal, mit zwei Kopien 18-mal. Ein positiver Test ist damit ein Grund für regelmäßige Ultraschallkontrollen, keine Diagnose.

Was kostet eine Maine Coon Versicherung im Monat?

Für einen Vollschutz beginnen die Beiträge der von uns geprüften Anbieter bei 15,99 Euro (Dalma) und 25,34 Euro (Cleos Basis). Ein reiner Operationsschutz kostet ab 7,99 Euro, deckt beim Herzrisiko dieser Rasse aber den falschen Leistungsbereich ab. Das Vergleichsportal pfoten-ratgeber.de setzt für eine Maine Coon zwischen zwei und vier Jahren 25 bis 45 Euro im Monat an. Verlässlich ist nur die eigene Berechnung, denn ob die Rasse in den Preis einfließt, entscheidet jeder Anbieter selbst, wie unsere Seite zur Europäisch Kurzhaar zeigt.

Soll ich meine Maine Coon vor dem Versicherungsabschluss auf HCM testen lassen?

Nicht vorher, sondern danach. Ein dokumentierter Befund vor Vertragsbeginn ist eine Vorerkrankung und damit ausgeschlossen, unabhängig davon, ob die Katze Symptome zeigt. Schließen Sie den Vertrag ab, warten Sie die Wartezeit ab und lassen Sie das Herz dann untersuchen. Bei einem Kitten aus einer geprüften Linie sind die Ultraschallbefunde der Elterntiere ohnehin die aussagekräftigere Information.

Zahlt die Versicherung den Herzultraschall?

Ein Ultraschall zur Abklärung eines Herzgeräuschs oder anderer Symptome ist eine Heilbehandlung und erstattungsfähig. Ein Screening beim beschwerdefreien Tier ist Vorsorge, und dafür haben die Tarife eigene, kleine Budgets: Dalma stellt bis zu 100 Euro im Jahr bereit, Cleos verzichtet bei Vorsorgeleistungen auf die Selbstbeteiligung. Rechnen Sie den Screening-Ultraschall also als eigene Position ein. Welche Leistungsbereiche ein Vollschutz sonst abdeckt, zeigt unser Überblick zur Katzenkrankenversicherung.

Bis zu welchem Alter kann ich eine Maine Coon noch versichern?

Cleos setzt für den Eintritt keine Altersobergrenze, Dalma nimmt Katzen zwischen zwei Monaten und dem neunten Geburtstag auf, Lassie ab acht Wochen. Beim Aufnahmealter unterscheiden sich die drei Tarife deutlich. Wenn Ihre Maine Coon die neun Jahre schon überschritten hat, bleiben also weiterhin Tarife übrig, nur eben weniger. Die Wartezeiten laufen in jedem Fall ab Vertragsbeginn, nicht ab Geburt.