Tierischer Einsatz auf der AutobahnSchildkröte auf A2 bei Porta Westfalica gerettet - so geht es dem Reptil jetzt

von Julian Schlauch

Eine Schildkröte auf einem Beschleunigungsstreifen der A2 hat für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz gesorgt. Das Tier wurde von einer Autofahrerin entdeckt und in Sicherheit gebracht. Im Tierpark Herford erholt sich die Schildkröte nun von ihrem Abenteuer.

Fund auf der Autobahn

Am Samstag (20.06.) entdeckt eine Autofahrerin eine Schildkröte auf dem Beschleunigungsstreifen eines Rastplatzes bei Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke). Sie alarmierte die Polizei. Die Beamten nahmen das Tier mit und brachten es in den Tierpark Herford. Dort wird die Gelbwangenschildkröte seitdem versorgt. Wie das Tier auf die Autobahn gekommen ist, bleibt unklar. Der Tierpark hält es für möglich, dass die Schildkröte ausgesetzt wurde. Ebenso sei denkbar, dass sie aus ihrem Zuhause ausgebüxt ist.

Schildkröte hat noch viele Jahre vor sich

Die Schildkrötendame ist nach Schätzung der Tierpfleger etwas mehr als 20 Jahre alt. Damit hat sie noch etwa die Hälfte ihres Lebens vor sich. Der Tierpark untersucht das Tier nun gründlich und will es unter anderem entwurmen. Anschließend soll entschieden werden, ob die Schildkröte dauerhaft in Herford bleibt oder vermittelt werden kann. Für die Zeit im Tierpark braucht das Reptil vor allem Ruhe, Wasser und eine artgerechte Umgebung.

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Aussetzen von Tieren ist verboten

Der Fall erinnert auch an ein großes Problem: Vor allem in den Sommermonaten werden viele Haustiere ausgesetzt. Das ist in Deutschland verboten und kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden. In schweren Fällen drohen sogar Freiheitsstrafen. Wer sein Tier nicht mehr halten kann, sollte sich stattdessen an ein Tierheim wenden. Die Schildkröte von der A2 hat jedenfalls Glück gehabt – und ist im Tierpark Herford in Sicherheit.