46-Jährige stirbt vor ihrem HausTödlicher Messerangriff in Rheine: Ehemann sitzt in Untersuchungshaft

von Patricia Brinkmann

Eine 46-Jährige soll in Rheine (Kreis Steinfurt) von ihrem Ehemann mit einem Messer angegriffen worden sein. Die schwer verletzte Frau schaffte es noch vor ihr Haus, starb dort aber trotz Reanimationsversuchen. Gegen den 55 Jahre alten Ehemann wurde inzwischen Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

46-Jährige wählt noch selbst den Notruf

Die Tat ereignete sich am Mittwochabend (12.08.) in einem Wohngebiet im Stadtteil Mesum. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll es zunächst zu einem Streit zwischen dem Ehepaar gekommen sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung wählte die 46-Jährige selbst den Notruf. Sie gab an, von ihrem Ehemann mit einem Messer angegriffen zu werden. Als die Polizei eintraf, lag die Frau schwer verletzt und bewusstlos vor ihrem Haus. Einsatzkräfte versuchten noch, sie zu reanimieren. Doch die 46-Jährige starb am Tatort.

Sohn soll Vater Messer abgenommen haben

Nach Schilderungen aus der Nachbarschaft soll der Angriff auch auf der Straße weitergegangen sein. Der gemeinsame 20-jährige Sohn soll schließlich dazwischengegangen sein und seinem Vater das blutverschmierte Messer abgenommen haben. Mehrere Nachbarn bekamen die dramatischen Szenen mit. „Da hörte ich was schreien“, erzählt ein Anwohner RTL WEST. Eine weitere Nachbarin berichtet von Menschen, die aus ihren Häusern kamen, die Polizei alarmierten und anschließend versuchten, der Frau zu helfen.

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Haftbefehl wegen Totschlags

Die Polizei nahm den 55-jährigen Deutschen noch vor Ort widerstandslos fest. Bis in die Nacht sicherte die Polizei Spuren rund um den Tatort. Am Donnerstag (13.08.) wurde gegen den Ehemann Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Der 55-Jährige hat sich nach Angaben der Ermittler bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Warum es zu dem tödlichen Streit gekommen ist, ist noch unklar. Die Ermittlungen zum Motiv dauern an.