Tierischer Hingucker in KölnHündin Shuri düst mit Herrchen auf dem Motorrad durch die Domstadt

von Niklas Bönsch

Schutzbrille auf, anschnallen und los geht’s: Hündin Shuri erkundet Köln am liebsten auf dem Motorrad ihres Herrchens Karsten Jaskiewicz. Dafür hat der Kölner extra einen eigenen Sitzplatz für seinen Vierbeiner gebaut. Inzwischen sind die beiden regelmäßig gemeinsam auf zwei Rädern unterwegs und ziehen dabei jede Menge Blicke auf sich.

Shuri wird zum Hingucker auf Kölns Straßen

Dieser Anblick ist selbst in einer Großstadt wie Köln ungewöhnlich: Auf dem Motorrad sitzt nicht nur Karsten Jaskiewicz, sondern direkt hinter ihm seine Hündin Shuri. Der Schäferhund-Pudel-Mix trägt eine Schutzbrille und sitzt angeschnallt in einem eigens für sie umgebauten Koffer. Auf der Straße sorgt das Duo damit regelmäßig für Aufsehen. Passanten bleiben stehen, lachen und zücken ihre Handys.

Zwei Jahre Vorbereitung für die erste Fahrt

Karsten Jaskiewicz und Shuri sind seit viereinhalb Jahren ein eingespieltes Team. Der Regisseur nimmt seine Hündin fast überallhin mit: zur Arbeit und sogar zum Wakeboarden. Weil Shuri nach Angaben ihres Herrchens kaum Angst kennt, entstand irgendwann die Idee, sie auch auf dem Motorrad mitzunehmen. Einfach aufsteigen und losfahren kam für Jaskiewicz allerdings nicht infrage. Fast zwei Jahre bereitete er seine Hündin auf die erste Tour vor. Eine spezielle Transportbox wollte er nicht kaufen. Stattdessen baute er selbst einen Koffer um, der später auf dem Motorrad befestigt wurde. Zunächst stand dieser aber in seiner Wohnung. Shuri sollte ihn als Körbchen und sicheren Rückzugsort kennenlernen.

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Mit Schutzbrille und Leckerlis aufs Motorrad

Danach gewöhnte Jaskiewicz seine Hündin Schritt für Schritt an das Motorrad. Die ersten Fahrversuche fanden noch im Schritttempo statt, ruhiges Verhalten wurde immer wieder belohnt. Mittlerweile sind die beiden seit rund anderthalb Monaten gemeinsam auf den Straßen rund um Köln unterwegs. Dabei trägt Shuri eine spezielle Brille. Die sieht nicht nur cool aus, sondern schützt ihre Augen auch vor Fahrtwind und herumfliegenden Steinchen. Zusätzlich ist die Hündin während der Fahrt angeschnallt. Für Jaskiewicz ist das gemeinsame Hobby etwas ganz Besonderes: „Es ist einfach ein riesiges Geschenk, mit dem Hund zusammen Motorrad fahren zu können. Vor allem, wenn sie auch dabei Spaß hat.“

Darf ein Hund überhaupt auf dem Motorrad mitfahren?

Wer jetzt selbst auf die Idee kommt, seinen Vierbeiner auf dem Motorrad mitzunehmen, sollte allerdings einiges beachten. Verkehrsrechtlich werden Tiere als Ladung behandelt und müssen entsprechend gesichert werden, erklärt Fachanwalt für Verkehrsrecht Arndt Kempgens. Wird ein Tier nicht ausreichend gesichert oder während der Fahrt verletzt, können zudem tierschutzrechtliche Konsequenzen drohen. Einfach den Hund aufs Motorrad setzen und losfahren ist also keine gute Idee. Shuri dagegen scheint ihren Platz auf dem Bike längst gefunden zu haben.