Zweimal an einem TagIn Niedersachsen bebt die Erde - schon wieder!

Erdbebenüberwachung in Niedersachsen
Im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie werden die Erdbebenwerte festgehalten. (Archiv)
jol cul jol, Jochen Lübke/dpa, Jochen Lübke

Auf einmal gerät alles in Bewegung!
Am frühen Mittwochmorgen (11. Februar) wird das Gebiet zwischen Verden, Rotenburg (Wümme) und dem Heidekreis zum ersten Mal erschüttert. An der gleichen Stelle wird am Abend ein weiteres schwaches Beben registriert. Dass Menschen in Niedersachsen mehrfach im Jahr leichte Erdbeben spüren, hat Gründe.

Ursache für Beben wird untersucht

Bis zum späten Abend melden sich rund 20 Anwohner bei den Behörden, um die Erschütterung in dem Gebiet zu melden, teilt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie mit. Die genaue Ursache für das Beben werde derzeit analysiert. Erfahrungsgemäß sind Beben in der Region ab einer Magnitude, also einer Stärke von 1,9 zu spüren.

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Am Mittwochmorgen um 4.57 Uhr war ein Erdbeben der Magnitude 2,1 rund zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede registriert worden. An derselben Stelle habe es dann ein zweites schwaches Erdbeben am Abend um 20.37 Uhr mit einer Stärke von 2,6 geben.

Im Video: Jungen lässt sich von Erdbeben nicht stoppen

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Gasförderung sorgt für Spannung im Untergrund

Eine räumliche und zeitliche Nähe solcher seismischen Ereignisse sei immer wieder zu beobachten, teilte das Landesamt mit. Das Epizentrum habe demnach im Gebiet zwischen den Erdgasfeldern Hamwiede und Weissenmoor gelegen. Den Angaben zufolge führt die Förderung von Erdgas zu Spannungen im tiefen Untergrund. Werden diese impulsartig abgebaut, kann es laut Landesamt zu spürbaren Erschütterungen an der Oberfläche kommen.

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In den vergangenen drei Jahren registrierte der Erdbebendienst nach Behördenangaben im Schnitt etwa fünf seismische Ereignisse pro Jahr. Die meisten bleiben jedoch von den Anwohnern unbemerkt. Nur rund ein Drittel davon habe demnach über der wahrnehmbaren Grenze von 1,9 gelegen. (okr)

Verwendete Quellen: dpa