Wurde der Vierbeiner ausgesetzt?Pfoten schon wundgelaufen! Hund Wolfgang irrt bei eisigen Temperaturen alleine umher

Warum vermisst niemand Wolfgang?
Am Mittwoch (4. Februar) wird ein junger Hund verlassen auf der niedersächsischen Odertalsperre in Bad Lauterberg gefunden. Bei eisigen Temperaturen läuft er ganz alleine draußen herum - scheinbar schon länger, denn die Kälte hat schmerzhafte Spuren hinterlassen. Das Ordnungsamt greift ein. Doch wo ist Wolfgangs Familie?
Kein Halsband, keine Marke, kein Chip
Nadja Quaast vom Ordnungsamt Bad Lauterberg im Harz bekommt am Mittwoch einen Anruf vom Bürgerbüro. Die Polizei ist da, denn ein Hund irrt auf der Odertalsperre herum. Besonders gefährlich: Der Vierbeiner befindet sich auf dem Eis. Das Ordnungsamt versucht ihn mit allen Mitteln vom gefrorenen Wasser zu locken. „Das hat aber leider überhaupt nicht funktioniert, weil er auch einfach so eine Angst hatte”, sagt Nadja Quaast im Gespräch mit RTL.
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Schließlich schaffen sie es doch, den Hund aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Polizisten, die den Hund gefunden haben, geben ihm den Namen Wolfgang. „Wolle Wolfgang, Wolfgang Petry so ein bisschen passend zur Frisur”, sagt Nadja Quaast. Das Problem: Wolfgang trägt keine Marke und ist auch nicht gechipt. Eine Tierärztin schätzt den jungen Vierbeiner auf circa anderthalb bis drei Jahre. Doch wo ist seine Familie?
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„Kuscheln, kuscheln, kuscheln”
Liebevoll kümmert sich das Ordnungsamt rund drei Tage um den Vierbeiner. Er übernachtet im Zwinger des Amtes und bekommt erstmal reichlich Futter. „Die Pfoten waren wundgelaufen. Ein bisschen wenig auf den Rippen hat er. Da braucht er noch ein bisschen was drauf”, erzählt Nadja Quaast. Niemand weiß, woher der Vierbeiner kommt.

„Wolle” scheint ein Hütehund zu sein, laut Tierärztin eventuell ein Pyrenäenberghund. Nadia Quaast beschreibt den Rüden als liebevoll, gesellig und verspielt: „Aber ansonsten kuscheln, kuscheln, kuscheln am allerliebsten. Wie so ein Teddybär halt.”
Wolfgang wartet jetzt im Tierheim

Die Unterkunft im Ordnungsamt Bad Lauterberg war nur vorübergehend. Jetzt lebt Wolfgang im Tierheim Nordhausen. Jennifer Schenk, Mitarbeiterin im Tierheim, nimmt den Rüden als sehr herzlich wahr: „Ich würde auf jeden Fall sagen, dass der wahrscheinlich in einer Wohnung als kleiner Hund aufgewachsen ist, ganz nah beim Menschen, das gewohnt ist, wahrscheinlich vielleicht sogar mit auf dem Sofa oder im Bett geschlafen hat, so wie er sich benimmt.” Wurde er vielleicht sogar ausgesetzt?
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So geht es für Wolfgang weiter
Im Tierheim wird Wolfgang in den nächsten Tagen untersucht, geimpft und gechipt. In Niedersachsen ist es nämlich Pflicht, einen Hund, der älter als sechs Monate ist, mit einem Chip zu kennzeichnen. Das Ordnungsamt entscheidet dann, wie es mit dem Vierbeiner weitergeht.
Sollten sich Wolfgangs Besitzer nicht beim Ordnungsamt melden und sollte es zu einer Vermittlung kommen, braucht der Hund eine Familie mit einem großen Grundstück. Aber am wichtigsten sind Besitzer mit einem großen Herzen, damit Wolfgang ein Zuhause hat, in dem er sich wohlfühlt.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz




