Das wird doch keine Einbildung gewesen sein?

Mysteriöses Beben im Raum Hannover- und keiner weiß warum

In der Region Hannover haben Bürger von einem Beben und einem Dröhnen berichtet. (Symbolbild)
In der Region Hannover haben Bürger von einem Beben und einem Dröhnen berichtet. (Symbolbild)
© Pixabay

16. Oktober 2021 - 9:09 Uhr

Anwohner berichten von wackelnden Möbeln und vibrierenden Fenstern

War es ein Erdbeben oder doch ein lautes Flugzeug? In der Region Hannover rätseln viele Anwohner über das, was sie am Mittwochnachmittag gespürt und gehört haben wollen: Bebender Boden und lautes Dröhnen. Zuerst haben die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) und Neue Presse (NP) am Abend darüber berichtet. Und auch eine Redakteurin von RTL Nord hat nahe Hannover eine Erdbewegung gespürt, das allerdings schon gegen 12 Uhr. Sie hat sich dabei noch gedacht: "Das kann doch hier kein Erdbeben sein." Und tatsächlich: Die Erklärung für das Ereignis ist nicht so einfach, wie sie zunächst scheint.

Das sagt das zuständige Landesamt

Gegen 16:45 Uhr soll es plötzlich gewackelt haben, besonders stark im Norden und Nordwesten der Region Hannover. Wie NP und HAZ berichten, wird vor allem in den sozialen Netzwerken darüber diskutiert, was das gewesen sein könnte. Ein Erdbeben war es wohl aber nicht, sagt Eike Bruns vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie auf Nachfrage von RTL Nord. Auch wenn Erdbeben in der Region grundsätzlich möglich wären. "Wir gehen davon aus, dass es sich nicht um ein seismisches Ereignis handelt", erklärt der Pressesprecher.

Er könne verstehen, dass das eine unbefriedigende Antwort für die Menschen ist, die etwas wahrgenommen haben. Für solche Ereignisse gibt es laut Eike Bruns aber viele unterschiedliche Gründe, die schwer einzugrenzen seien. Auch ein Überschallflugzeug könne zu solchen Wahrnehmungen führen.

War es eine Übung der Bundeswehr?

Bei der Polizei sind an dem Nachmittag keine Meldungen zu lautem Dröhnen, einem möglichen Erdbeben und davon hervorgerufenen Schäden eingegangen, sagt ein Polizeisprecher gegenüber RTL Nord. Die Leitstelle habe noch am Abend bei der Bundeswehr nachgefragt, ob vielleicht ein Überschallflugzeug zu dem Dröhnen geführt haben könnte, doch das sei verneint worden. Auf Nachfrage von RTL Nord erklärt Jan Reichmann, Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr: "Nach ausführlicher Auswertung der uns vorliegenden Daten fand zum angegebenen Zeitpunkt kein militärischer Flugbetrieb in der genannten Region statt". Eine Erklärung für das wahrgenommene Phänomen, könne auch er nicht liefern. In der Region Hannover darf also weiter gerätselt werden. (mba/cta).