Das gab’s noch nie in Niedersachsen!Brutaler Wolfsangriff - 57 Schafe tot

Ein oder mehrere Wölfe sollen die Schafe gerissen haben. (Symbolbild)
Ein oder mehrere Wölfe sollen die Schafe gerissen haben. (Symbolbild)
Julian Stratenschulte/dpa

Zahl der toten und verletzten Tiere wird sich wohl noch ändern!
In Fürchtenfeld im Landkreis Grafschaft Bentheim wurden 57 Schafe getötet und mehr als 100 durch einen oder mehrere Wölfe verletzt. Der Angriff zählt laut Landwirtschaftskammer zum bisher größten in Niedersachsen.

Schafe mutmaßlich mehrmals angegriffen

Wolfgang Ehrecke, Sprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, geht davon aus, dass sich die Zahlen der toten und verletzten Tiere in den nächsten Tagen noch ändern wird. Am 1. Mai wurden die ersten toten Schafe entdeckt. Ob es sich bei dem Angriff um einen oder mehrere Wölfe handelt, sei noch unklar. Aufschluss darüber sollen Genetikproben geben. Fest steht: „Der jüngste Wolfsübergriff in der Grafschaft Bentheim gehört sicherlich zu den registrierten Übergriffen mit den höchsten Opferzahlen in Niedersachsen”, sagt Wolfgang Ehrecke.

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Der oder die Wölfe sollen die Tiere mehrmals angegriffen haben. „Aufgrund der zahlreichen toten und verletzten Schafe, die im Laufe der zurückliegenden Tage gefunden wurden, gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Wolf oder die Wölfe nach der Nacht zum 1. Mai die Herde mindestens ein weiteres Mal attackiert hat/haben”, so Wolfgang Ehrecke .

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Warum konnten Tiere nicht geschützt werden?

Ein Zaun sollte die Herde schützen. Der soll laut Landwirtschaftskammer auch die Anforderungen für den Mindestschutz gemäß der Richtlinie Wolf erfüllen. „Herdenschutzzäune vermindern nach unserer Erfahrung das Risiko eines Wolfsübergriffs, gänzlich ausschließen lässt es sich leider nicht, dass ein Wolf solche Hindernisse überwindet”, sagt Wolfgang Ehrecke.

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Ein Wolfsangriff mit mehr als 20 toten und/oder verletzten Tieren sei durchaus selten. Normalerweise seien laut Landwirtschaftkammer ein bis sechs Weidetiere betroffen. (nas)

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Landwirtschaftskammer Niedersachsen