Gesundheits-Experten alarmiert!Immer mehr Kinder nutzen KI-Chatbots – sogar als Freundes-Ersatz

Die KI als Zuhörer – das kann vor allem für Kinder besonders gefährlich werden.
Jedes vierte Kind nutzt extrem viel Social Media oder ist sogar abhängig. Zu dem Schluss kommt eine aktuelle Studie. KI-Chatbots werden dabei sogar teilweise zum Freundes-Ersatz. Gesundheits-Experten schlagen Alarm!
Vor allem Jugendliche mit Depressionen nutzen die KI als Ratgeber
Die Zahlen einer am Dienstag (24. März) veröffentlichten gemeinsamen Studie von DAK-Gesundheit und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigen: Immer mehr Kinder sind süchtig nach Medien. Dazu gehören Gaming, Social Media, Streaming aber auch KI-Chatbots. Fast acht Prozent der Minderjährigen nutzen demnach KI-Anwendungen gegen ihre Einsamkeit. Bei Jugendlichen mit depressiver Symptomatik liegt der Anteil sogar bei über 30 Prozent.
Emotionale Bindung zum KI-Chatbot
Hier lauern Gefahren: „Primär kommerziell motivierte KI-Chatbots bergen besondere Risiken für Kinder und Jugendliche – etwa im Rahmen der Verarbeitung privater Daten, der Inhaltsauswahl oder bestimmter Handlungsempfehlungen“, sagt Dr. Kerstin Paschke, Studienleiterin und ärztliche Leiterin des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am UKE.
Lese-Tipp: Wie Kinder KI verstehen lernen: Sind unsere Schulen bereit für Künstliche Intelligenz?
„Durch die Imitation menschlicher Kommunikation und die häufig bestätigenden Reaktionen, sollen intensive Nutzungsmuster gefördert werden. Hierdurch können junge Menschen im Rahmen einer sogenannten parasozialen Beziehung eine emotionale Bindung zum Chatbot entwickeln, die mit größeren psychischen Belastungen einhergeht und problematische Nutzungsmuster begünstigen kann.“
Experten fordern gesetzliche Regelungen
Zentrale Nutzungsmotive für KI-Chatbots seien aber Hilfe bei Hausaufgaben oder Informationsbeschaffung. Die Gesundheits-Experten fordern, gezielt gegenzusteuern: „Der wachsende Trend der Chatbot-Nutzung zeigt, dass wir es mit einer neuen Qualität digitaler Medien zu tun haben. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz in der Schule“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Er wünscht sich außerdem rasche, gesetzliche Regelungen für die Mediennutzung von Kindern.
Verwendete Quellen: DAK-Gesundheit, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, dpa

































