WHO warnt vor MückenstichenWest-Nil-Fieber breitet sich in europäischen Urlaubsländern aus

Stechmücke
Stechmücken können das West-Nil-Virus übertragen (Symbolbild)
picture alliance / BSIP | NIH-NIAID / IMAGE POINT FR
von Philipp Petersdorff

In den beliebtsten Urlaubsländern der Deutschen breitet sich das West-Nil-Info aus.
Die meisten Infizierten merken nach einem Mückenstich nicht einmal, dass sie angesteckt wurden. Doch zuletzt gab es in Südeuropa etliche schwere Krankheitsfälle - aber auch in Deutschland ist das Virus angekommen.

Durch den Klimawandel breitet sich der Erreger aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft wegen mehrerer Erkrankungen an West-Nil-Fieber in Südeuropa zu verstärkter Wachsamkeit auf. Insbesondere in Griechenland und Italien habe die Zahl der Erkrankungen durch das von Mücken übertragene Virus in den letzten Wochen zugenommen, teilte das WHO-Regionalbüro für Europa in Kopenhagen mit. Die Krankheitssaison beginne gerade erst.

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  • Italien meldete 21 Fälle in 17 Regionen

  • In Griechenland wurden allein in der vergangenen Woche laut WHO 14 Erkrankungen bestätigt. Damit stieg die Gesamtzahl seit Jahresbeginn auf 21 Fälle. Drei von ihnen sind noch auf der Intensivstation.

  • Jeweils zwei Fälle wurden in Spanien, Rumänien und Nordmazedonien festgestellt.

  • Auch in Deutschland wurden im laufenden Jahr zwei Erkrankungen registriert. Es ist aber unklar, ob sie sich auf Reisen infiziert haben.

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Tipps zum Schutz vor Mückenstichen

Das West-Nil-Virus wird hauptsächlich durch den Stich infizierter Stechmücken übertragen. Etwa ein Fünftel der Infizierten entwickelt laut RKI grippeähnliche Symptome, die 2 bis 14 Tage nach der Infektion beginnen. In schweren Fällen kann es zu Erkrankungen des Nervensystems kommen, darunter Enzephalitis und Hirnhautentzündung. Es gibt weder einen Impfstoff noch ein Gegenmittel. Ärzte können nur die Symptome behandeln.

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Im Video: So schützt Ihr Euch vor Mückenstichen

Die WHO erklärte, das Risiko einer schweren Erkrankung sei für die meisten Menschen gering, doch wegen der längeren und heißeren Sommer erhöhe sich die Möglichkeit einer Ansteckung. „Wer nach einem Mückenstich hohes Fieber, Hautausschlag oder Nackensteifigkeit entwickelt, sollte unverzüglich einen Arzt aufsuchen”, mahnte WHO-Regionaldirektor Hans Henri Kluge. Die WHO rät Reisenden, sich unter anderem durch Kleidung und Repellentien das Risiko für Mückenstiche zu senken.

Verwendete Quellen: dpa