Von Schnäppchen bis Luxusmodell: 10 Euro oder 100 Euro? Dieser Sonnenbrillen-Check überrascht
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Die eine kostet weniger als ein Mittagessen, die andere so viel wie eine kleine Urlaubsreise. Bei Sonnenbrillen ist die Preisspanne gewaltig. Doch wenn es um unsere Augen geht, zählt weder das Logo auf dem Bügel noch der Preis. Unser Sonnenbrillen-Check zeigt, worauf ihr beim Kauf wirklich achten solltet.
Klein, groß, verspiegelt, bunt getönt – Sonnenbrillen gibt es in unzähligen Varianten. Katharina hat heute eine Mission. Sie will die perfekte Sonnenbrille finden.
Bei einigen Sonnenbrillen bin ich mir auch ziemlich unsicher, gerade im niedrigen Preissegment. Wenn die UV‑Schutz 100 % garantieren und nur so einen Aufkleber auf der Brille haben. Ob das wirklich auch ne gute Sonnenbrille ist, die man bedenkenlos nutzen kann?
Zusammen mit Optikerin Chirstin Drabe macht unsere Testerin Katharina den großen Sonnenbrillencheck, denn ohne Sonnenbrille kann intensive UV-Strahlung zu Langzeitschäden führen:
Zum Beispiel der vorzeitige graue Star oder aber Veränderungen auf der Netzhaut oder auch zum Beispiel Hornhautveränderungen.
Wir haben zehn Brillen zwischen 8 und 100 Euro unkenntlich gemacht. Die Expertin soll die Preise anhand der Verarbeitung und Qualität schätzen.
Also ich denke, dass die am hochwertigsten ist, weil das Material sich gut anfühlt. Das Scharnier ist aus Metall, es gibt keine scharfen Ränder. Die Gläser sind gut gefasst.
Die Markenbrille für 100€ hat die Expertin direkt erkannt. Doch liegt sie auch bei den günstigen Modellen richtig?
Sie sieht zwar aufwendig gemacht aus. Allerdings gibt es scharfe Ränder, scharfe Kanten. Die Strass-Steine haben schon so leichte Lücken in der Fassung, sodass ich vermuten würde, dass die auch schnell herausfallen. Deswegen würde ich denken, dass die am günstigsten ist: 14 Euro.
Gar nicht schlecht geschätzt, aber es gibt sogar noch zwei günstigere Modelle. Die Acht-Euro-Brille fällt wegen ihrer Kunststoffscharniere negativ auf. An einer Drogeriebrille für zehn Euro dagegen hat die Expertin kaum etwas auszusetzen. Dafür entdeckt sie Schwächen bei einem deutlich teureren Modell aus dem Onlineshop.
Hier finde ich auch die Ränder so ein bisschen scharfkantig. Die sieht zwar nett aus, weil die so einen Verlaufston hat, aber ist wirklich sehr sehr simpel gemacht.
Und das bei einem stolzen Preis von 100 Euro!
Krass. Das überrascht mich schon, weil für 100 Euro, die find ich doch sehr simpel gemacht.
Der Preis allein sagt also wenig aus, entscheidend sind Verarbeitung und Qualität.
Dann haben wir hier eine sehr exotische Brille. Die mir nicht steht, die sich auch unbequem auf der Nase anfühlt.
Ich würde sie auch ein Stückchen tiefer tragen, damit man deine Augenbrauen noch über dem Brillenrahmen sieht. Und dann ist es zwar sehr modisch aktuell, aber du hast natürlich wenig Blendschutz, weil noch viel Licht einfach von oben durchkommt.
Das ist ein typisches Beispiel für eine Brillenform, die ich nie kaufen würde und bei der ich mich unwohl fühle.
Optisch überzeugen die beiden günstigsten Modelle aus der Drogerie Kathi nicht. Doch die Trendbrille mit Statement-Bügel für 20 Euro gefällt unserer Testerin schon besser.
Der Bügel ist ganz raffiniert gemacht an der Seite, dass er so schön offen ist, von vorn schön groß mit einem leichten Farbverlauf, das sieht modisch aus, ist ’ne gute Brille für dich.
Die Farbe der Gläser ist Geschmackssache. Wie dunkel die Tönung ist, bestimmt dagegen, wie viel Licht tatsächlich durch das Glas gelangt.
Insgesamt gibt es 5 Kategorien, die in der Regel auf dem Bügel stehen – 0 hat die höchste Lichtdurchlässigkeit und eignet sich für Innenräume oder in der Dämmerung.
Bei der Kategorie 1 ist es so, dass die Gläser sehr sehr hell sind. Das heißt, die kannst du gut bei bewölktem Wetter tragen. Das ist Kategorie 2, das ist für den normalen Stadtgebrauch gut geeignet. Wenn du aber sehr lichtempfindlich bist, dann würde ich dir empfehlen, noch dunkleres Glas der Kategorie 3 zunehmen.
Diese Sportbrille gehört zur Kategorie 4. Sie lässt nur drei bis acht Prozent des Lichts durch, ist also extrem dunkel und vor allem für Hochgebirge oder Schnee geeignet. Autofahren darf man mit dieser Kategorie nicht.
Es ist stark abgedunkelt. Aber ich erkenne die Kennzeichen, den Mülleimer erkenne ich, meine ich, Farben recht gut damit,
Sie sind noch immer nach wie vor kontrastreich. Sie sind halt nicht mehr so stark.
Wie ist’s mit Kategorie 3?
Im Vergleich zu Kategorie 4 finde ich die Dreier-Variante besser, weil sie nicht so stark abgedunkelt ist.
Dunkle Gläser bedeuten nicht automatisch besseren UV‑Schutz. Doch was steckt eigentlich hinter Angaben wie „UV 400“ oder 100 Prozent UV-Schutz?
Also eine Brille, die heutzutage hier in der EU gekauft wird, die entspricht immer einem UV‑Schutz 400. Das ist der aktuelle Standard .
Die schädlichen UV-Strahlen reichen bis 400 Nanometer. Steht also „UV400“ auf der Brille, bedeutet das 100‑prozentiger UV‑Schutz. Wer bei der Brille aus dem Urlaub unsicher ist, kann das kostenlos beim Optiker mit einem speziellen Messgerät prüfen lassen. All unsere getesteten Sonnenbrillen, ob günstig oder teuer, schützen die Augen vor UV!
Womit reinige ich denn in der Regel eine Brille?
Versuch, sie nur mit Wasser und Spülmittel zu reinigen, und dann nimmst du ein Tuch deiner Wahl, um die Brille dann zu trocknen.
Die Favoriten unserer Testerin stehen fest:
Dann würde ich einmal dieses Modell, das sehr günstig ist, wählen. Und dieses, was im ähnlichen Preissegment liegt, die sind beide unter 50 Euro. Und mein dritter Favorit ist tatsächlich diese Brille für 100 Euro. Ich glaube, die ist alltagstauglich.
Bei der Wahl der Lieblingsbrille zählt am Ende vor allem der Sitz.
Sie sollte nicht drücken, die Bügel sollten gut anliegen und auch beim Kopfschütteln nicht verrutschen. Dann steht sonnigen Tagen nichts mehr im Weg.
