Seit elf Jahren fehlt von dem Mädchen jede SpurNEUE Fotos der vermissten Inga: BKA schaltet sich in Vermisstenfall ein

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Mit bisher unveröffentlichten Fotos will die Polizei den Fall der verschwundenen Inga Gehricke erneut ins öffentliche Bewusstsein rücken. Seit elf Jahren fehlt von dem Mädchen aus Schönebeck jede Spur – die Ermittler geben trotzdem nicht auf. Das Bundeskriminalamt hat 25.000 Euro Belohnung ausgelobt.
Wo kann Inga aus Schönebeck nur sein?

Anlässlich des „Tags der vermissten Kinder“ am 25. Mai erinnert das Bundeskriminalamt (BKA) an zahlreiche ungelöste Vermisstenfälle in Deutschland. Einer davon ist der Fall der kleinen Inga Gehricke aus Sachsen-Anhalt. Das damals fünfjährige Mädchen verschwand im Mai 2015 bei einem Familienausflug aus einem Waldgebiet bei Stendal spurlos. Bis heute fehlt von ihm jede Spur.

Trotz fehlender Beweise laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Zeitweise arbeiten bis zu acht Kriminalbeamte und Spezialisten in einer Sondergruppe der Polizeiinspektion Halle an dem Fall. Das Problem: Es gibt bis heute keine konkrete Spur – weder DNA noch Kleidungsstücke oder Fußabdrücke. Die Ermittler arbeiten deshalb akribisch tausende Hinweise ab. Insgesamt liegen mittlerweile rund 4.000 sogenannte „Ermittlungsaufträge“ vor. 260 davon wurden bereits abgeschlossen, an mehr als 630 Hinweisen wird aktuell noch gearbeitet.
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Neue Hoffnung durch Online-Hinweise

Seit August 2023 gingen über das private Hinweisportal „inga-suche.de“ knapp 560 neue Meldungen ein. Laut Polizei wird jeder einzelne Hinweis geprüft. Dabei handelt es sich unter anderem um mögliche Sichtungen, neue Suchansätze oder Recherchen von Privatpersonen. „Jeder eingehende Hinweis wird auf seinen weiteren Gehalt geprüft“, erklärt Polizeisprecherin Antje Hoppen. Gleichzeitig arbeiten die Ermittler daran, sämtliche Daten zu digitalisieren, um neue Verknüpfungen und Suchmöglichkeiten zu schaffen.
Video-Tipp: Neue Suche im Vermisstenfall Inga
Zum „Tag der vermissten Kinder“ startet das BKA nun die bundesweite Kampagne „Spurlos verschwunden“. Dabei sollen mehrere ungeklärte Vermisstenfälle erneut öffentlich gemacht werden – darunter auch der Fall Inga. Geplant sind unter anderem neue Fahndungsaufrufe auf der Website des BKA sowie Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken und auf digitalen Werbeflächen, etwa an Bahnhöfen. Teilweise sollen dabei bisher unveröffentlichte Bilder gezeigt werden.
Außerdem soll der Fall Inga im Laufe des Jahres erneut in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ behandelt werden.

Im Rahmen des Aktionstages räumt die Polizei zudem auf einen weitverbreiteten Irrtum auf: Für eine Vermisstenanzeige müssen Angehörige nicht 24 oder 48 Stunden warten. Eine Meldung kann sofort bei der Polizei aufgegeben werden. Jedes Jahr werden in Deutschland zehntausende Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. Nach Angaben des BKA waren es 2025 rund 108.900 Fälle. Rund 98 Prozent der Vermissten kehren wohlbehalten zurück. Deutschlandweit gelten laut BKA aktuell 634 Kinder und Jugendliche seit mehr als fünf Jahren als verschwunden. Nicht immer steckt dahinter ein Verbrechen – häufig handelt es sich auch um familiäre Konflikte oder Kindesentziehungen.
Einige Fälle bleiben bis heute ungelöst. Wie der von Inga.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherchen, MDR, BKA
































