Säugling tagelang vermisstVerletztes Baby verschwand aus Klinik – Vater festgenommen!

ARCHIV - 20.04.2022, Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen: Das . Von dort verschwand das Baby.  (zu dpa: «Verletzter Säugling - Vater in Italien festgenommen») Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Aus dem Schwarzwald-Baar-Klinikum verschwand das Baby.
Silas Stein/dpa
von Christine Meeßen und Jana Kerzmann

Über eine Woche lang war das verletzte Baby vermisst!
Eigentlich sollte der wenige Wochen alte Säugling im Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen medizinisch überwacht werden. Stattdessen verschwand das Baby plötzlich aus dem Krankenhaus – und löste damit einen grenzüberschreitenden Ermittlungsfall aus. Jetzt gibt es endlich Entwarnung: Das Kind ist gemeinsam mit seinem Vater in Italien aufgespürt worden.

Vermisster Säugling nach tagelanger Fahndung gefunden – bei seinem Vater in Italien

Das Polizeipräsidium Konstanz bestätigte RTL, dass der Säugling am 16. Juli als vermisst gemeldet wurde. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, habe das Klinikum erklärt, dass die Mutter den Säugling ohne Erlaubnis aus dem Schwarzwald-Baar-Klinikum mitgenommen hatte.

Rund eine Woche später, am 24. Juli 2026, wurde der Vater und damit auch vermisste Kind endlich gefunden – allerdings nicht in Deutschland, sondern in Italien. Wie die Staatsanwaltschaft Konstanz mitteilte, nahmen italienische Behörden den Mann bereits am Freitag auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls fest. Das berichtete zuvor auch der Schwarzwälder Bote. Der Grund für die Festnahme wiegt schwer: Gegen ihn ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

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Das Baby und sein Vater befinden sich derzeit noch in Italien. Weshalb der Mann dorthin reiste, ist bislang unklar. Einen konkreten Bezug des Vaters zu dem Land sehen die Ermittlungsbehörden derzeit nicht.

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Vater unter Verdacht, Säugling misshandelt zu haben

Der Säugling war nicht ohne Grund in der Klinik: Nach Angaben der Behörden stand das Kind nach einem „mutmaßlichen Übergriff” unter ärztlicher Beobachtung. Gegen den Vater besteht der Verdacht, das Baby misshandelt zu haben. Die Kriminalpolizei führt deshalb Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung. Ob sich dieser Verdacht bestätigt, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Gegen die Mutter wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft derzeit jedoch nicht ermittelt. Es gebe keinen Anfangsverdacht, der ein Strafverfahren gegen sie rechtfertige.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa, Schwarzwälder Bote