Anwohner holen PolizeiVater wirft und schüttelt zwei Monate altes Baby auf Straße

Ein Säugling kämpft nach einem mutmaßlichen Gewaltvorfall im Krankenhaus um seine Gesundheit.
Ein 36-jähriger Vater sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schwerer Misshandlung eines Kindes.
Anwohner alarmieren Polizei, als sie das Baby entdecken
Ein zwei Monate altes Baby soll in Würselen bei Aachen von seinem Vater schwer misshandelt worden sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aachen soll der Mann das Kind zunächst mitsamt dem Auto-Kindersitz aus einem Hausflur in Richtung Straße geworfen haben. Anschließend habe er den Säugling aus dem Sitz genommen und ihn schüttelnd die Straße entlanggetragen. Anwohner sollen den Vorfall beobachtet und sofort den Notruf gewählt haben. Darüber berichtet der WDR unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
Als Polizei und Rettungskräfte eintrafen, nahmen sie den Mann fest. Das Baby kam in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist das Kind nicht in Lebensgefahr, musste aber wegen seiner Verletzungen medizinisch behandelt werden. Der Vater befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen dauern an.

Eltern des geschüttelten Säuglings leben getrennt
Nach Informationen der Staatsanwaltschaft leben die Eltern des Säuglings getrennt. Ob der Vater zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Umgangsrecht mit seinem Kind hatte, ist bislang nicht bekannt. Weitere Einzelheiten zu den familiären Umständen oder zum möglichen Motiv haben die Ermittler bisher nicht veröffentlicht.
Schütteln kann lebensgefährlich sein
Mediziner warnen seit Jahren eindringlich vor dem sogenannten Schütteltrauma. Schon heftiges Schütteln kann bei Säuglingen schwere Hirnverletzungen verursachen, weil ihre Nackenmuskulatur noch nicht ausreichend entwickelt ist. Die Folgen reichen von dauerhaften Behinderungen bis hin zum Tod. Wer sich durch das Schreien eines Babys überfordert fühlt, sollte das Kind an einem sicheren Ort ablegen und Hilfe holen.
Verwendete Quellen: wdr.de, tagesschau.de
































