Rätselhaftes Verbrechen in den USA wirft viele Frage aufVater meldet Entführung seiner Tochter – wenig später wird ihre Leiche gefunden

Was ist diesem Mädchen zugestoßen?
Melina ist tot. Die Leiche der neunjährigen Kanadierin wurde am Samstag (19. Juli) im US-Bundesstaat New York gefunden. Wenige Stunden zuvor hatte ihr Vater (45) das Mädchen als entführt gemeldet, die Polizei einen Amber-Alert herausgegeben. Doch eine Entführung gab es nie. Jetzt wird bekannt: Melinas Vater Luciano Frattolin wurde festgenommen!
Im Netz nennt er seine Tochter „Inspiration für alles”
Noch sind viele Fragen ungeklärt und lassen sich nicht beantworten, deswegen eine zeitliche Abfolge (Ortszeit!) der Ereignisse:
Samstag, 19. Juli: Melinda wird am späten Abend von ihrem Vater als vermisst gemeldet.
Sonntag, 20. Juli: Die Polizei schlägt am Morgen Alarm, spricht von einer möglichen Entführung
Am Nachmittag wird die Meldung zurückgenommen.
Melinas Leiche wird in Ticonderoga im US-Bundesstaat New York geborgen. Der Fundort liegt etwa 70 Kilometer vom Lake George entfernt, wo sie ihrem Vater zufolge zum letzten Mal gesehen worden war.
Die Polizei gibt zunächst gibt keine Erklärung ab und verweist auf eine für Montag geplante Pressekonferenz.
Unterdessen melden US-Medien am späten Abend die Festnahme von Melinas Vater Luciano Frattolin.
Der US-Sender CBS beruft sich auf öffentlich zugängliche Informationen über Häftlinge aus der App „MobilePatrol Public Safety“. Aus ihnen gehe hervor, dass sich der Vater in Polizeigewahrsam befinde. Was genau ihm vorgeworfen wird - noch unklar!
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Er verbringt „so viel Zeit wie möglich mit seiner wunderschönen Tochter Melina”
Bereits zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass sich für die zunächst befürchtete Entführung keine Hinweise ergeben hätten. Der von den Ermittlern recherchierte Ablauf des Verschwindens und die Darstellung des Vaters seien widersprüchlich gewesen.
Luciano Frattolin ist Kanadier und Gründer eines Kaffee-Unternehmens mit Sitz in Montreal. Auf der Website des Unternehmens wird er als erfahrener Unternehmer bezeichnet. Der Sohn einer äthiopischen Mutter und eines italienischen Vaters sei in dem kleinen, abgelegenen Dorf Gambella geboren worden, das dem Unternehmen seinen Namen gab.
Weiter heißt es: „Luciano verbringt derzeit so viel Zeit wie möglich mit seiner wunderschönen Tochter Melina in Montreal, Kanada.“ Das Mädchen sei „Licht seines Lebens“ und „Inspiration für alles.“ Er strebe „nach einer gerechteren Welt“ und sei zutiefst entschlossen, „dass sie nicht die gleichen sozialen Ungerechtigkeiten ertragen muss, die er in seiner Kindheit erlebt hat.“


