„Der Sieger, die Dschungelkrone geht an - GiL!"
Sonntag 22:49 Uhr deutscher Zeit steht es fest: Gil Ofarim ist der neue Dschungelkönig. Eine Entscheidung zu der wirklich JEDER, den wir fragen, eine Meinung hat: „Aufgrund seiner Leistung schon ok, verdient. Vergangenheit hin, her ja." - „Ich denke mal, das vergisst man nicht, was er gemacht hat." - „Er hat Blödsinn gemacht, ziemlich großen. Dass er dafür nicht geradesteht, ist blöd." - „Ich will mich nicht moralisch über ihn stellen. Ich glaube, es war eine harte Nummer für ihn, hat ihn viel Kraft gekostet". Diese Last fällt unmittelbar nach der Entscheidung wohl von ihm ab.
So umstritten die Figur Gil und seine Krönung auch sein mögen - die Abstimmung der Zuschauer ist eindeutig: „Du lagst in den Votings zum Dschungelkönig ab Tag 1 immer vorne. [...] Du bist glaub ich komplett irritiert, von all dem, was hier gerade passiert."
Und genau so dürfte es vielen gehen. Die einen regen sich auf, dass Gil im Camp keine angemessene Entschuldigung oder Erklärung zu dem Antisemitismus- Vorfall vor vier Jahren über die Lippen bringt: „Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nix sagen darf. Es gibt eine Unterlassungserklärung, die musste ich unterschreiben" - „Hast du Reue?" - „Dazu will ich nichts sagen und ich muss nichts sagen".
Die anderen sehen ihn dagegen erfolgreich Dschungelprüfungen absolvieren und nicht nur jede Menge Ekel-Essen schlucken, sondern auch die permanenten Anfeindungen einiger Mitcamper, allen voran Ariel: „Ich glaub' dir einfach nicht. Du bist ein Lügner". - "Er ist und bleibt, ein Lügner, ein Betrüger." - „Es gibt keine Erklärung für das, was du getan hast. Das ist gestört."
Doch statt dagegen zu feuern, bleibt Gil immer ruhig. Für Psychologen möglicherweise das, was ihm zur Krone verholfen haben könnte: „Er hat einem mitunter Leid getan, so krass ist er angegangen worden. Alle waren misstrauisch, oder haben ihn frontal angegriffen. Dadurch, dass er alles hingenommen hat, duldsam war, ist eben der Effekt der Entschuldung eingetreten".
Und nicht zuletzt war da eine missglückte Sportprüfung, die ihm einen mehrstündigen Krankenhausaufenthalt bescherte. Gil lag buchstäblich hilflos vor einem Millionenpublikum, geschockten Moderatoren und einer Mitcamperin am Boden.
„Wir Menschen sind soziale Wesen, wir wollen, dass einer leidet, wenn er Mist gebaut hat, aber irgendwann ist es eben auch gut [...] Das war eine kongeniale Kombination, wo wir mal sehr schön mit angucken konnten, wie Schuld verhandelt wird in unserer Gesellschaft".
Und egal auf welcher Seite man jetzt steht - am Ende bleibt Dschungelkönig Gil Ofarim vor allem eines: Sieger einer UNTERHALTUNGSshow. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.