Tödlicher KontrollzwangCheryl floh vor ihrem Ex – dann erschoss er sie vor den Augen ihrer Tochter

Ein Tracker führt ihn zu ihr.
Cheryl Hooper will nach Jahren voller Kontrolle und Angst ein neues Leben beginnen. Doch ihr Noch-Ehemann verfolgt sie heimlich und lauert ihr schließlich vor der Wohnung auf. Die True-Crime-Reihe „Familien: Mord und Totschlag“ rekonstruiert den erschütternden Fall auf RTL+.
Eine Nacht, die Georgia nie vergisst
„Sie hat geschrien. Sie schrie ‚Jack Jack Jack’. Sie konnte nicht aus dem Auto raus.“ Georgia ist gerade einmal 14 Jahre alt, als sie mit ansehen muss, wie ihr Stiefvater Andrew „Jack“ Hooper eine Waffe auf ihre Mutter richtet. Zunächst hält sie den Gegenstand in seinen Händen für einen Spaten. Erst als er um den Wagen herumkommt, erkennt sie den Lauf.

Der Mord an Cheryl Hooper geschieht am 26. Januar 2018 vor ihrer Wohnung in Newport in der englischen Grafschaft Shropshire. Um 23.25 Uhr meldet ein Zeuge im Notruf: „Im Wagen neben mir wurde eine Frau erschossen.“ Kurz darauf sagt er: „Sie ist tot, er hat ihr in den Kopf geschossen.“ Sanitäter versuchen noch, Cheryl wiederzubeleben. Doch für sie kommt jede Hilfe zu spät.
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Dabei hatte Andrew Hooper anfangs charmant gewirkt. Er machte Cheryl teure Geschenke und schien genau der Mann zu sein, den sie gesucht hatte. Doch nach der Hochzeit bestimmten Schulden, Eifersucht und Kontrolle zunehmend den Alltag. Hooper war häufig nicht da, half kaum im Haushalt und konnte es nicht ertragen, wenn Cheryl ohne ihn ausging.
Am 8. Dezember 2017 setzte er seine Waffe erstmals als Druckmittel ein. Cheryl zog daraufhin mit ihrer Tochter aus. Hooper akzeptierte die Trennung jedoch nicht. Er rief immer wieder an, beobachtete sie und drohte am Neujahrstag damit, sich selbst zu erschießen.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
Der Tracker führt ihn zu Cheryl Hooper
Am Abend des 26. Januar möchte Cheryl mit ihrer Freundin Caroline ausgehen. Auf dem Weg bemerken die Frauen ein Fahrzeug hinter sich. Hooper folgt ihnen bis zu einem Pub und spricht dort etwa zehn Minuten mit Cheryl. Anschließend fährt er zurück zu seinem Hof und holt einen Gegenstand, der wie eine Waffe aussieht.
Cheryl vermutet inzwischen, dass ihr Noch-Ehemann einen Tracker an ihrem Auto befestigt hat. Auf der Heimfahrt telefonieren die beiden miteinander und geraten in Streit. Dabei gibt Hooper zu, sie mithilfe des Senders verfolgt zu haben.
Nachdem Cheryl ihre Tochter abgeholt hat, erreicht sie ihre Wohnung. Hooper ist ihr gefolgt und ebenfalls dort. „Oh Gott, er ist da“, ruft sie. Er schlägt mit dem Lauf seiner Flinte gegen das Autofenster, bis die Scheibe zerbricht. Dann schießt er. Cheryl wird am rechten Arm und im Nacken getroffen. Georgia muss den Angriff aus nächster Nähe mitansehen.
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Seine Unfallgeschichte überzeugt die Geschworenen nicht
Als die Polizei Hooper kurz nach Mitternacht festnehmen will, schießt er sich selbst ins Gesicht. Er überlebt schwer verletzt. Aufgrund seiner massiven Verletzungen an Mund und Nase können ihn die Ermittler erst rund zehn Monate später ausführlich vernehmen.
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Hooper gibt die Schüsse zu, bestreitet jedoch einen Mord. Er habe Cheryl nur erschrecken wollen. Beim Schlag gegen die Scheibe habe sich die Waffe versehentlich gelöst. Die Geschworenen glauben ihm nicht. Im Juni 2019 wird Andrew „Jack“ Hooper wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Mindestens 31 Jahre muss er im Gefängnis verbringen. Wie die BBC berichtet, wertete der Richter die Tat als geplante Hinrichtung.
„Wir waren wie das A-Team, unzertrennlich“, sagt Georgia über ihre Mutter. Die Folge von „Familien: Mord und Totschlag“ zeigt, wie aus vermeintlicher Fürsorge Besitzdenken, Überwachung und tödliche Gewalt wurden. Im Mittelpunkt steht auch die damals 14-Jährige, die bis heute mit den Bildern jener Nacht leben muss.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, RTL+, BBC
































