Experten beobachten die ErscheinungMysteriöses Tier vor Dänemark gestrandet: Ist es der Buckelwal Timmy?

Eine Helferin bespritzt am Abend den Buckelwal vor der Insel Poel und ist im Gegenlicht zu sehen. (zu dpa: «Timmy, ein Rettungsmärchen – Was bleibt vom Wal-Trubel?») +++ dpa-Bildfunk +++
Eine Helferin bespritzt den Buckelwal Timmy vor der Insel Poel. (Archiv)
picture alliance/dpa / Jens Büttner
von Camilla Koziol

Dänemark in Aufruhr!
Ein großes Tier liegt vor der Küste rund um das Naturschutzgebiet Flakket auf der dänischen Insel Anholt. Bei den Inselbewohnern sorgt es für Aufsehen, berichtet „nyheder.tv2.dk”. Alle fragen sich: Ist es der Buckelwal Timmy?

Entdeckung liegt 75 Meter vom Ufer entfernt

Morten Abildstrøm, Mitarbeiter der Dänischen Naturschutzbehörde auf Anholt, ist sicher: Es handelt sich vermutlich um einen gestrandeten Buckelwal. „Er ist ziemlich groß. Mit dem Fernglas kann man erkennen, dass er zehn bis 15 Meter lang ist“, sagt er „nyheder.tv2.dk”. Das Tier soll etwa 75 Meter vom Ufer entfernt liegen. Bei Social Media verbreitet sich ein Foto des Wesens.

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Zeuge sagt, das gestrandete Tier sei riesig

Einer der ersten Menschen, die das Tier gesehen haben wollen, ist Jens Rosendal, der Besitzer von Anholt Camping. „Es ist definitiv keine Robbe und kein Schweinswal. Es ist etwas, das um ein Vielfaches größer ist“, sagt er im Interview mit „tv2ostjylland.dk”. Die Naturschutzbehörde wolle dem Bericht zufolge erstmal aus der Ferne beobachten, ob das Tier überhaupt lebt.

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Timmy wurde vor zwei Wochen in die Nordsee begleitet

Auch knapp zwei Wochen nach dem Aussetzen des mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals gab es am Donnerstag (14. Mai) keine Daten dazu, wo das Tier ist. Der GPS-Sender liefere weiterhin keinerlei Signale zur Ortung, hieß es von der Privatinitiative zum Transport des Wals. Es gebe überhaupt keine Daten mehr.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium liegen weiterhin keinerlei Informationen vor, wie eine Sprecherin mitteilte. Sie gehe davon aus, dass das Ministerium kommende Woche über sein weiteres Vorgehen entscheidet, erklärte die Sprecherin. Das Ministerium hatte vergangene Woche mögliche rechtliche Schritte ins Spiel gebracht. Demnach war mit der Initiative vorab die Übermittlung von Peildaten vereinbart worden.

Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai soll nach Angaben der Initiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht worden sein, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, ließ sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren.

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, dpa, tv2ostjylland.dk, nyheder.tv2.dk