Aufatmen nach Höhlen-Drama auf Sardinien27 Stunden unter der Erde gefangen – jetzt ist der Höhlenforscher endlich gerettet!

Mehr als 27 Stunden war der Höhlenforscher nach einem Einsturz auf Sardinien unter der Erde eingeschlossen. Spezialkräfte konnten ihn schließlich befreien und aus der Höhle bringen.
Mehr als 27 Stunden war der Höhlenforscher nach einem Einsturz auf Sardinien unter der Erde eingeschlossen. Spezialkräfte konnten ihn schließlich befreien und aus der Höhle bringen.
RTL
von Martina Lewinski

Was für eine Erlösung nach mehr als einem Tag voller Bangen!
Mehr als 27 Stunden sitzt ein Höhlenforscher nach einem Einsturz in rund zehn Metern Tiefe auf Sardinien fest. Über 60 Spezialisten kämpfen sich unter schwierigsten Bedingungen zu ihm vor. Jetzt die erlösende Nachricht: Der Mann ist befreit und aus der Höhle geborgen worden.

Retter befreien Höhlenforscher nach mehr als 27 Stunden

Am Sonntag (11. Oktober) erkundet der Mann gemeinsam mit einer Begleiterin eine erst kürzlich entdeckte Höhle an der Grenze zwischen Urzulei und Baunei in der sardischen Provinz Nuoro. Dann passiert das Unglück: Erde und Steine stürzen herab und klemmen den Höhlenforscher in etwa zehn Metern Tiefe ein.

Seine Begleiterin schafft es aus der Höhle und setzt gegen 14.30 Uhr einen Notruf ab. Was folgt, ist ein komplizierter Rettungseinsatz, der die Einsatzkräfte bis an ihre Grenzen fordert.

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Mehr als 27 Stunden später gelingt schließlich die Rettung. Einsatzkräfte des italienischen Berg- und Höhlenrettungsdienstes und der Feuerwehr befreien den Mann am Montagabend aus den Trümmern und bringen ihn an die Oberfläche.

Dort kümmern sich medizinische Einsatzkräfte um den Höhlenforscher und stabilisieren seinen Zustand. Anschließend wird er mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

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Retter müssen Erde und Steine mit der Hand entfernen

Unter Tage kämpfen die Einsatzkräfte unter extrem schwierigen Bedingungen um jede Minute. Teilweise bleibt ihnen zum Arbeiten nur eine Fläche von gerade einmal eineinhalb mal eineinhalb Metern. Gleichzeitig müssen sie jederzeit mit weiteren Einstürzen rechnen.

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Behutsam tragen die Retter Erde und Steine Stück für Stück ab – teilweise mit bloßen Händen. Immer wieder muss der Bereich gesichert werden, damit weder der eingeschlossene Höhlenforscher noch die Helfer selbst in Gefahr geraten. Die mühsame Rettungsaktion zieht sich durch die gesamte Nacht und bis weit in den nächsten Tag hinein.

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Mehr als 60 Höhlenretter kämpfen um den Mann

Wegen der komplizierten Situation werden immer mehr Spezialkräfte hinzugezogen. Insgesamt sind nach Angaben der italienischen Berg- und Höhlenrettung mehr als 60 Höhlenretter im Einsatz.

Darunter befinden sich Spezialisten, die auf das Freiräumen blockierter Höhlenpassagen spezialisiert sind, sowie zwei Ärzte mit Erfahrung bei Rettungseinsätzen in schwer zugänglichem Gelände. Auch die Feuerwehr ist an der Bergung beteiligt.

Unterstützung kommt zudem von der italienischen Luftwaffe, dem medizinischen Rettungsdienst und dem örtlichen Zivilschutz.

Nach mehr als 27 Stunden unter der Erde endet der dramatische Einsatz schließlich mit der Nachricht, auf die alle gewartet haben: Der Höhlenforscher ist gerettet.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico (CNSAS), L’unione Sarda