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Sardinien

Die italienische Insel Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeers. Die Geschichte des Eilands reicht zu antiken Hochkulturen wie den Phöniziern, Puniern und Römern zurück.

Sardinien picture alliance / Zoonar | Phil Bird

Westlich von Italien erstreckt sich auf etwa 24.000 km² die Mittelmeerinsel Sardinien. Die italienische Insel bildet die Heimat von über 1,6 Millionen Einwohnern. Das zweitgrößte Eiland des Mittelmeers verfügt über eine Küstenlänge von über 1.800 km. Der mit 1.834 Metern höchste Berg heißt Punta La Marmora. Bis zur römischen Zeit lässt sich der Name Sardinien zurückverfolgen: Er stammt von der lateinischen Bezeichnung „sardus“ ab.

Sardinien – Die Geschichte der italienischen Insel

Besiedelt war Sardinien bereits während des Neolithikums. So lebte hier um 6000 v. Chr die jungsteinzeitliche Cardial- bzw. Impressokultur. Vor Ort entdeckte menschliche Überreste lassen aber auf eine Besiedelung schon in prähistorischer Zeit vor über 150.000 Jahren schließen. Zu den frühen Hochkulturen Sardiniens zählen die Phönizier und die Punier. Etwa um 800 v. Chr. begann die Kolonisierung Sardiniens durch die seefahrenden Phönizier, die vor Ort wichtige Rohstoffvorkommen wie Silber, Kupfer und Eisen entdeckten. Um 550 v. Chr. übernahmen die Punier die Region von den Phöniziern. Wie auf vielen anderen Mittelmeerinseln bestimmten die Römer infolge der Punischen Kriege etwa ab 238 v. Chr. die Geschicke Sardiniens. Der arabische Einfluss auf Sardinien begann ab 704 durch die Eroberung von Sulci und dauerte etwa 200 Jahre. Es folgten Jahre wechselhafter Herrschaften. So kontrollierten zeitweise die Pisaner, die Spanier, die Österreicher und später die Italiener das mediterrane Eiland. 1946 schließlich erhielt die Insel einen autonomen Status.

Sardinien – Sehenswürdigkeiten und Städte der Mittelmeerinsel

Als Hauptstadt Sardiniens gilt Cagliari im Süden der Insel, Heimat von etwa 150.000 Einwohnern. Ebenfalls den Status einer Stadt trägt Sassari im Norden mit etwa 125.000 Einwohnern. Zu den touristisch erschlossenen Küstenabschnitten Sardiniens zählen die Costa Smeralda, die Costa Rei und die Costa del Sud. Nennenswerte Sehenswürdigkeiten auf Sardinien sind das Archipel La Maddalena, die Küstenstadt Alghero sowie die Grotto die Nettuno.