Dramatische Rettung in ItalienWanderweg von Erdrutsch weggerissen! Familie gerät auf 2.180 Metern in Lebensgefahr

Familie mit zwei kleinen Kindern sitzt in den Dolomiten fest – Nebel erschwert Rettungsaktion
Familie mit zwei kleinen Kindern sitzt in den Dolomiten fest – der Weg vor ihnen ist dank eines Erdrutsches unpassierbar.
Facebook / Soccorso Alpino e Speleologico Friuli Venezia Giulia - CNSAS

Plötzlich gibt es keinen sicheren Weg mehr zurück. 
Eine Familie mit zwei kleinen Kindern steckt auf 2.180 Metern Höhe am Monte Siera, in den Dolomiten, fest – vor ihnen liegt steiles, gefährliches Gelände. Ein Erdrutsch hat den Wanderweg unpassierbar gemacht. Doch mitten in der Rettungsaktion zieht plötzlich dichter Nebel auf.

Familie sitzt auf 2.180 Metern Höhe fest – Erdrutsch macht Wanderweg in den Dolomiten unpassierbar

Hier geht es für die Familie weder vor noch zurück! Vater, Mutter und ihre sieben und zehn Jahre alten Kinder erreichen bei einer Wanderung den Alpenpass Forcella Rinsen am Monte Siera in Norditalien. Doch wie Nordest24 berichtet, endet ihr Weg auf 2.180 Metern Höhe abrupt: Der alte Wanderpfad ist nach einem Erdrutsch nicht mehr passierbar.

Vor der Familie liegt steiles Gelände, in dem vor allem für die beiden Kinder hohe Sturzgefahr besteht. Auf eigene Faust weiterzugehen, wäre viel zu riskant. Die Familie ruft die Bergrettung.

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Mutter und Kind gerettet – Vater muss mit zweitem Kind zurückbleiben

Zunächst läuft die Rettungsaktion nach Plan. Wie der regionale Berg- und Höhlenrettungsdienst auf seinem Facebook-Account erklärt, konnten beim ersten Einsatz „die Mutter und ein Sohn geborgen” werden. Dafür kam ein Hubschrauber zum Einsatz, der zwei Rettungskräfte zum Pass flog. Die Mutter und eines der Kinder konnten kurz darauf ausgeflogen und zur Monte-Siera-Hütte gebracht werden.

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Doch damit ist erst die Hälfte der Familie in Sicherheit. Vater und zweites Kind warten weiterhin oben am Berg auf ihre Rettung, wie Nordest24 berichtet. Dazu kann es jedoch erst einmal nicht kommen: Plötzlich aufziehender dichter Nebel und tief hängende Wolken versperren den Piloten die Sicht – eine Rettung ist zu riskant.

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Dramatische Rettungsaktion in den Dolomiten! 100-Meter-Seil soll Kind sicheren Abstieg ermöglichen

Da die schlechten Wetterbedingungen die Rettung mit dem Hubschrauber unmöglich machten, mussten die Rettungskräfte ihre Strategie kurzerhand ändern: In mehreren Anflügen setzte der Hubschrauber weitere Retter auf beiden Seiten des Passes ab. Ihr Plan: Sie wollen Vater und Kind gesichert durch den vom Erdrutsch zerstörten Bereich bringen.

Dafür installieren die Bergretter laut eigenen Angaben ein rund 100 Meter langes Fixseil. Daran gesichert sollten das Kind und sein Vater durch die gefährliche Passage geführt werden.

Die Rettung der Familie in den Dolomiten wird durch den Nebel erschwert. Der Hubschrauber kann nur bei Wolkenlücken fliegen.
Um die Familie in den Dolomiten zu retten, benötigen die Piloten im Hubschrauber eine freie Sicht.
Facebook / Soccorso Alpino e Speleologico Friuli Venezia Giulia - CNSAS

Doch dann der Lichtblick am Himmel: Für wenige Minuten reißen die Wolken auf – gerade lange genug, damit der Hubschrauber erneut zum Einsatzort fliegen und das zweite Kind aufnehmen kann.

Damit ist die dramatische Rettungsaktion noch nicht vorbei: Denn der Vater muss erneut zurückbleiben.

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Nebel hält Vater weiter am Monte Siera fest

So schnell wie die Wolkenlücke aufgetaucht war, schloss sie sich auch wieder: Während seine Frau und die beiden Kinder bereits geborgen waren, musste der Familienvater am Berg auf bessere Sicht warten.

Erst als die Bedingungen einen weiteren Anflug zulassen, kann auch der Vater endlich ausgeflogen werden. „Letztendlich ging alles gut”, stellte die Bergrettung auf Facebook klar. Gegen 20 Uhr endet die stundenlange Rettungsaktion schließlich mit der erlösenden Nachricht: Alle vier Familienmitglieder sind in Sicherheit. Verletzt wurde laut Nordest24 niemand.

Verwendete Quellen: Nordest24, Facebook/Soccorso Alpino e Speleologico Friuli Venezia Giulia - CNSAS