Das hätte auch ganz anders ausgehen könnenFamilie grillt im Wohnzimmer – sechs Verletzte

Wie kommt man nur darauf?
In der Sächsischen Schweiz will eine sechsköpfige Familie am Dienstagabend (17. März) grillen. Kochofen mit Holzkohle aufgebaut und ab mit den leckeren Steaks auf den Grill. Einziges Problem: Der Ort, an dem die Familie das Essen zubereitet, ist dafür denkbar ungeeignet. Sie bezahlen den Abend fast mit ihrem Leben.
Gefährlicher Grillabend
Dieser Grillabend wird der Familie aus Hohnstein in der Sächsischen Schweiz sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Vater (57), Mutter (49) und ihre vier Kinder im Alter von elf bis 21 Jahren landen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung im Krankenhaus.
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Gegen 21 Uhr rückt die Freiwillige Feuerwehr Hohnstein zum Einfamilienhaus aus. Laut Tag24 habe beim Eintreffen der Rettungskräfte der Kohlenmonoxid-Melder Alarm geschlagen. Kein Wunder, denn die Familie war überzeugt, dass ihr Wohnzimmer der beste Ort ist, um den Grill anzuzünden. Schon wenig später klagen alle über Unwohlsein.
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Kohlenmonoxid lässt Menschen ersticken
Grund dafür ist die Bildung des gefährlichen Gases Kohlenmonoxid. Es entsteht beim Anzünden von Brenn- und Treibstoffen – so wie der Holzkohle. Es wirkt als starkes Atemgift und blockiert den Sauerstofftransport im Blut, was schnell zu Vergiftungen, Bewusstlosigkeit oder Tod führen kann. Das Tückische: Kohlenmonoxid ist farb-, geruchs- und geschmacklos. Man erstickt beinahe, ohne es zu merken, denn die Bewusstlosigkeit tritt recht schnell ein.
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Im Einfamilienhaus in Hohnstein hat sich schon nach kurzer Zeit das gefährliche Gas im gesamten Wohngebäude verteilt. Der MDR berichtet, dass die Mutter kaum noch ansprechbar gewesen sei. Daraufhin habe eines der Kinder den Notruf gewählt. Die Feuerwehr kann die Familie mit Spezialkräften vor dem Ersticken retten. Ins Krankenhaus muss die gesamte Familie dennoch.
Verwendete Quellen: Tag24, Umweltbundesamt, MDR
































