Tödlicher Unfall bei KürtenVier junge Menschen sterben bei Horror-Unfall – jetzt steht der Fahrer (17) vor Gericht

Nur der Fahrer überlebt schwer verletzt.
Rund ein Jahr nach dem verheerenden Unfall im Dürschtal bei Kürten muss sich der inzwischen 17-Jährige vor dem Amtsgericht Bergisch Gladbach verantworten. Zum Zeitpunkt des Unfalls war er erst 16 Jahre alt – und hatte keinen Führerschein. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem fahrlässige Tötung vor.
Auto prallt nach Überholmanöver gegen Baum
In einer langgezogenen Linkskurve kommt das Auto von der Straße ab und prallt gegen einen Baum. Für vier Mitfahrer kommt jede Hilfe zu spät: Zwei 19-Jährige sowie zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren sterben noch an der Unfallstelle. Die Opfer stammen aus Bergisch Gladbach, Overath und Köln. Der damals 16-jährige Fahrer überlebt schwer verletzt.
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Nach Angaben der Polizei hatte der Jugendliche kurz vor dem Aufprall einen Motorradfahrer überholt. Ob dieses Manöver dazu führte, dass er die Kontrolle über das Auto verlor, war zunächst nicht eindeutig geklärt.
17-Jähriger hatte keinen Führerschein
Nun muss sich der Jugendliche vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben fahrlässiger Tötung auch Fahren ohne Fahrerlaubnis und Gefährdung des Straßenverkehrs vor.
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Weil der Angeklagte zum Unfallzeitpunkt minderjährig war, gilt Jugendstrafrecht. Der Prozess findet deshalb unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. An insgesamt fünf angesetzten Prozesstagen sollen unter anderem Angehörige, Polizeibeamte und Gutachter gehört werden. Das Gericht muss klären, wie es zu dem tödlichen Unfall kam und welche Verantwortung der Jugendliche dafür trägt.
Blumen und Kreuze erinnern an die vier Opfer
Der Unfall hat die Region tief erschüttert. Auch ein Jahr später erinnern Blumen, Kerzen und Kreuze am Unfallort an die vier jungen Menschen.
Gleichzeitig gibt es weiterhin Diskussionen über die Sicherheit der Strecke. An der Außenseite der Kurve fehlt bis heute eine Schutzplanke. Diese war bei einer Straßensanierung 2021 entfernt worden und konnte wegen Telekommunikationsleitungen im Boden an Teilen der Strecke nicht wieder errichtet werden.
Auf dem betroffenen Abschnitt gilt Tempo 50. Für die Angehörigen steht nun jedoch zunächst der Prozess im Mittelpunkt – und die Hoffnung auf Antworten darauf, was in jener Nacht geschah.
Verwendete Quelle: WDR, eigene RTL-Recherche
































