Jetzt ist klar, wie schlimm seine letzten Wochen wirklich warenEthan stirbt an „katastrophalen“ Kopfverletzungen und total abgemagert

Wie viel Leid dieser kleine Junge ertragen musste!
Die grausamen Details, die die Jury beim Prozessauftakt um das Schicksal von Ethan Ives-Griffiths zu hören bekommt, sind kaum zu ertragen. Die Großeltern und die Mutter des Zweijährigen sollen dafür verantwortlich sein, dass sein kleiner Körper zum Zeitpunkt des Todes abgemagert und „mit blauen Flecken übersät” gewesen sei. Keiner der drei Erwachsenen soll Hilfe gesucht haben. Lag Ethan wirklich niemandem am Herzen?
Großmutter soll viel zu spät den Notruf gewählt haben
Staatsanwältin Caroline Rees trägt am Mittwoch (4. Juni) vor dem Mold Crown Court in Wales vor, dass die Großeltern Michael (47) und Kerry Ives (46) einen „Pakt des Schweigens” darüber abgeschlossen hätten, was in jener Nacht, in der ihr Enkel Ethan die schließlich tödliche Verletzungen erleidet, passiert ist. Fest steht: Am 14. August 2021 bricht der Zweijährige im Haus seiner Großeltern zusammen. Dort lebt er zu diesem Zeitpunkt zusammen mit seiner Mutter Shannon (27). Seine Großmutter soll 20 Minuten lang gezögert haben, den Rettungsdienst zu alarmieren.
Lese-Tipp: Ballerina fast verhungert! Eltern lassen Tochter hungern, bis sie nur noch 27 Kilo wiegt
Schließlich wird Ethan in das Alder Hey Children’s Hospital in Liverpool eingeliefert. Trotz aller medizinischen Bemühungen erlangt der Zweijährige nie wieder das Bewusstsein und stirbt am 16. August 2021. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung stellt ein Pathologe fest, dass eine Kopfverletzung, die entweder durch einen Schlag oder durch Schütteln hervorgerufen worden sei, den Jungen das Leben kostet.
Ethan war stark unterernährt und dehydriert
Weitere Anzeichen für wochenlange Vernachlässigung und Misshandlung sind am Körper des kleinen Jungen sichtbar. Zum Zeitpunkt des Todes ist Ethan 92 Zentimeter groß und wiegt zehn Kilogramm, berichtet die BBC. Die Staatsanwältin betont, er sei stark untergewichtig gewesen. Außerdem sei ein erhöhter Natriumspiegel festgestellt worden, was darauf hindeutet, dass der Junge dehydriert gewesen sei.
Die Großeltern hätten verbergen wollen, dass sie etwas mit Ethans viel zu frühem Tod zu tun haben könnten. „Michael und Kerry versuchten, die Verantwortung für das Geschehene von sich zu weisen und gaben ihrer Tochter Shannon die Schuld an Ethans Misshandlung und Tod“, so die Caroline Rees. Doch die 27-Jährige sei laut Dailymail oben am Telefon gewesen, als Ethan kollabiert.
Video-Tipp: Krankenschwester bricht Baby die Knochen
Mutter des Jungen soll nichts getan haben, um ihrem Kind zu helfen
Dennoch ist in den Augen der Staatsanwaltschaft auch die Mutter verantwortlich für das schlimme Schicksal des kleinen Jungen. Shannon Ives sei sich der gefährlichen Situation, in der sich ihr Sohn befunden hätte, bewusst gewesen. Doch sie habe nichts unternommen, um ihm zu helfen. In einem Verhör bei der Polizei habe die 27-Jährige laut BBC angegeben, Angst vor ihren Eltern Kerry und Michael zu haben. „Sie hatte oft gesehen, wie sie Ethan wütend schüttelten“, erläutert die Staatsanwältin beim Prozessauftakt in Wales. „Sie sagte, sie habe vor allem vor ihrem Vater panische Angst gehabt.“
Lese-Tipp: Mutter schlief aus Sorge mit Tochter im Sessel: 4 Wochen alter Säugling stirbt
Sein Leben sei „durch und durch elend” gewesen, heißt es beim Prozessauftakt. „Kerry und Shannon zeigten ihm verschwindend wenig Fürsorge und erfuhr beiläufige Brutalität“, erklärt die Staatsanwältin. Ethans Tod sei der „Höhepunkt der emotionalen und körperlichen Misshandlung durch Menschen gewesen, die sich am meisten um ihn hätten kümmern sollen“.
Gericht soll in sechs Wochen über Ethans Familie urteilen
Ethans Großeltern Michael und Kerry Ives müssten sich nun vor Gericht wegen Mordes, Vernachlässigung und Kindesmisshandlung verantworten. Die Mutter des Jungen ist ebenfalls wegen Vernachlässigung und Kindesmisshandlung angeklagt. Alle drei bestreiten die Vorwürfe, wie The Standard berichtet. Ein Urteil gegen die drei Angeklagten soll in etwa sechs Wochen fallen. (lha)
































