In letzter SekundeDurch einen glücklichen Zufall! Quadfahrer entdecken im Treibsand gefangene Frau und retten sie

Quadfahrer entdecken Frau, die seit 3 Tagen im Treibsand feststeckt und retten sie
Adam Sandbeck und sein Kumpel Mike Gravalin finden eine Frau zufällig im Treibsand
Facebook / Adam J Sandbeck

Eine spontane Entscheidung rettet ein Leben!
In einer einsamen Waldgegend nahe Park Rapids im US-Bundesstaat Minnesota, entscheiden sich Adam Sandbeck und sein Kumpel Mike Gravalin am Wochenende spontan dazu, eine neue Route mit ihren Quads auszuprobieren. Abseits der üblichen Strecke fällt ihnen plötzlich ein steckengebliebenes Auto auf – und dann sehen sie sie: eine Frau, fast komplett in einer schlammigen Pfütze versunken, unfähig, sich zu bewegen.

Vermisste (68) steckt drei Tage in Treibsand-Matsch fest

Die 68-jährige Kathryn Woessner liegt seit Tagen auf dem Rücken im Matsch, die Sonne hat ihre Haut bereits schwer verbrannt. Später erzählt sie, der Untergrund sei „wie Treibsand“ gewesen: Ihr Van blieb stecken, sie stieg aus, rutschte aus und sank so tief ein, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte.

Quadfahrer entdecken Frau, die seit 3 Tagen im Treibsand feststeckt und retten sie
Mit diesem Van war Kathryn Woessner unterwegs
Facebook / Adam J Sandbeck

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Die Männer alarmieren sofort die Rettungskräfte, filmen Teile der dramatischen Aktion mit. Feuerwehr und Sanitäter kämpfen sich durch das unwegsame Gelände, legen Platten und Bretter aus und arbeiten sich Stück für Stück zu der Frau vor, die kaum noch sprechen kann. Nach drei Tagen im Matsch wird Woessner schließlich befreit, ins Krankenhaus gebracht – und überlebt. Laut Behörden galt sie als „gefährdet vermisst“, weil sie gesundheitliche Probleme hat.

Ein Zufall rettete Kathryn Woessner das Leben

Quadfahrer entdecken Frau, die seit 3 Tagen im Treibsand feststeckt und retten sie
Quadfahrer retten vermisste Frau aus Treibsand-Hölle
Adam J Sandbeck

Besonders bitter: Kathryn war mehr als 100 Meilen (über 160 Kilometer) von ihrem Zuhause entfernt, niemand wusste, dass sie in genau diesem abgelegenen Waldstück festsaß. Die Retter sagen später, sie seien sonst immer auf anderen Strecken unterwegs – an diesem Tag habe sie „einfach so“ der Impuls auf den unmarkierten Pfad geführt.

Für die beiden Quadfahrer ist klar: Ohne diesen Zufall wäre die 68-Jährige vermutlich gestorben. Einer der Männer sagt später in einem TV-Interview, es habe sich angefühlt, „als sei es Fügung gewesen“ – sie seien genau im richtigen Moment am richtigen Ort gewesen.

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Die Polizei versucht nun zu klären, warum die Frau überhaupt in diese abgelegene Gegend gefahren ist und wie sie genau in die Treibsand-Matschgrube geraten konnte.

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Was tun bei Treibsand oder tiefem Matsch?

Hollywood Vermittelt oft ein falsches Bild von Treibsand – aber feststecken wie in Minnesota kann lebensgefährlich werden, vor allem, wenn niemand in der Nähe ist. Experten geben folgende Tipps:

  • Nicht in Panik geraten: Wildes Strampeln macht alles nur schlimmer, der Untergrund verfestigt sich noch stärker.

  • Gewicht verteilen: Wenn möglich, hinlegen oder sich nach hinten/seitlich abrollen, damit der Körper mehr Auflagefläche bekommt und weniger einsinkt.

  • Beine langsam bewegen: Sanfte Hin-und-Her-Bewegungen mit den Beinen können den Sand oder Schlamm lockern, sodass man sie Stück für Stück freibekommt.

  • Schuhe und Gepäck abwerfen: Alles, was nach unten zieht, loswerden – Schuhe und schwerer Rucksack halten dich eher fest.

  • Nie allein in Risikogebiete: In Wattgebieten, Sümpfen, an Flussufern, Baggerseen oder unbekannten Trails nie allein unterwegs sein und immer jemandem sagen, wo man hingeht und wann man zurück sein will.

Wichtig: Wer sieht, dass jemand tief im Matsch oder Treibsand steckt, sollte nicht unbedacht hinterherlaufen – sonst steckt man zu zweit fest. Besser: Abstand halten, Rettungskräfte alarmieren und, wenn möglich, mit langen Ästen oder Brettern eine stabile Fläche schaffen, bis Profis eintreffen.

Video-Tipp: In nur zwei Sekunden vom Treibsand verschluckt

Die Geschichte von Kathryn Woessner zeigt, wie schnell ein Ausflug lebensgefährlich enden kann – und wie entscheidend es ist, dass im richtigen Moment jemand vorbeikommt, der hinschaut und handelt.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, nypost.com, cbsnews.com, businessinsider.de, doppelpunkt-magazin.de