Überraschungsdeal in MiamiWende im Mordprozess! OnlyFans-Model Courtney Clenney entgeht wohl lebenslanger Haftstrafe

Dieser Fall sorgt weiter für Schlagzeilen.
Seit vier Jahren sitzt das OnlyFans-Model Courtney Clenney (30) im Gefängnis von Miami. Der Vorwurf wiegt schwer: Sie soll ihren Freund Christian Obumseli (†27) in ihrer gemeinsamen Wohnung im 22. Stock erstochen haben. Eigentlich drohte der Erotikdarstellerin eine lebenslange Haftstrafe. Doch nun nimmt der Fall eine unerwartete Wendung.
Bekennt sich die Erotikdarstellerin nun schuldig?
Der spektakuläre Mordprozess gegen OnlyFans-Star Courtney Clenney wird wohl gar nicht erst richtig beginnen. Wie TMZ, das People-Magazin und Local 10 News berichten, hat die 30-Jährige offenbar eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft geschlossen. Ihre Anwälte bestätigten den sogenannten Plea Deal am Freitag (31. Juli). Auch die Familie des Opfers steht hinter der Entscheidung. Larry Handfield, der Anwalt der Familie Obumseli, erklärte, dass seine Mandanten eng in die Gespräche eingebunden waren. Alle Parteien hätten der Einigung zugestimmt, um endlich einen Prozess der Heilung zu beginnen.
Die genauen Bedingungen bleiben allerdings zunächst weiter unter Verschluss. Am 10. August soll die zuständige Richterin die Vereinbarung prüfen und formell bestätigen. Erwartet wird, dass Clenney ihr bisheriges Plädoyer ändert und sich schuldig bekennt. Direkt im Anschluss könnte bereits das Strafmaß verkündet werden. US-Medien gehen davon aus, dass dieses deutlich unter der ursprünglich drohenden lebenslangen Freiheitsstrafe liegen dürfte.

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Tödliche Nacht im Luxus-Turm
Courtney Clenney, im Netz besser bekannt als Courtney Tailor, sitzt seit August 2022 im Gefängnis von Miami-Dade. Ihr wird vorgeworfen, ihren Freund Christian Obumseli am 3. April 2022 in der gemeinsamen Luxuswohnung im Hochhaus „One Paraiso” in Miami erstochen zu haben. Angeklagt war sie wegen Mordes zweiten Grades. Nach dem Recht des US-Bundesstaates Florida bedeutet das: Die Staatsanwaltschaft wirft einem Angeklagten vor, vorsätzlich gehandelt zu haben, allerdings ohne nachgewiesene Planung oder Vorbereitung der Tat. Auf dieses Delikt steht grundsätzlich eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Clenney hatte nach der Tat erklärt, sie habe das Messer aus mehreren Metern Entfernung nach ihrem Freund geworfen und in Notwehr gehandelt. Die Gerichtsmedizin widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich. Laut Autopsie starb Obumseli an einer mehr als sieben Zentimeter tiefen Stichverletzung, die seine Schlüsselbeinarterie durchtrennte. Nach Einschätzung der Experten entstand die Wunde durch einen kräftigen Stich von oben und nicht durch ein geworfenes Messer.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte deshalb, Obumseli sei unbewaffnet gewesen und Clenney habe nicht aus Notwehr gehandelt. Zusätzlich stützte sie sich auf Überwachungsvideos aus dem Fahrstuhl, die heftige Auseinandersetzungen zwischen dem Paar zeigen sollen, sowie auf Nachrichten des späteren Opfers. Darin schrieb Obumseli laut People unter anderem: „Wird meine Liebe zu dir mich umbringen?“
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Verteidigung sprach von einer toxischen Beziehung
Die Anwälte der 30-Jährigen zeichneten dagegen ein völlig anderes Bild. Sie beschrieben die Beziehung als von gegenseitiger Gewalt geprägt und erklärten, Obumseli habe Clenney mehrfach körperlich misshandelt. Unter anderem soll sie dabei Schulterverletzungen erlitten haben. Außerdem wollte die Verteidigung eine frühere Festnahme Obumselis wegen Tierquälerei aus dem Jahr 2020 als Beleg für dessen Aggressivität in den Prozess einführen.
Vor der Einigung stritten beide Seiten außerdem über heimlich aufgezeichnete Tonaufnahmen. Weil in Florida grundsätzlich alle Gesprächspartner einer Aufnahme zustimmen müssen, erklärte das Gericht Mitschnitte aus der gemeinsamen Wohnung für unzulässig. Aufnahmen aus öffentlichen Bereichen wie der Lobby oder dem Balkon durften dagegen verwendet werden.
Verwendete Quellen: TMZ, People, CBS News Miami, Local News 10


