Messerattacke in Dresdner Straßenbahn„Davor gab es schon Streit“ – jetzt spricht die Ex-Freundin des mutmaßlichen Täters über den Tatabend

Es hätte noch viel schlimmer ausgehen können!
Der Amerikaner John Rudat (20) greift im vergangenen Sommer ein, als eine 18-Jährige in einer Dresdner Straßenbahn von ihrem damaligen Freund angegriffen wird. Der Rettungssanitäter wird dabei von einem weiteren Mann, Ismail A. (21), mit einem Cuttermesser schwer an der Nase verletzt. Im Prozess hat die junge Frau jetzt gegen die beiden Täter ausgesagt.
Lauter Streit führt zu Handgreiflichkeiten
Zusammen mit ihrem damaligen Freund Majd A. (22) und anderen Freunden steigt Lisa (Name geändert) im vergangenen August in eine Straßenbahn der Linie 7. „Ich wollte eigentlich mit einer anderen Bahn nach Hause”, erklärt sie laut Tag24 am Donnerstag (23. April) in ihrer Aussage vor Gericht. Denn bereits zuvor hatte es Streit gegeben.
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In der Bahn habe sie sich demonstrativ von der Gruppe weggesetzt. Doch Majd sei ihr hinterhergekommen, das Paar habe laut gestritten. „Ich wollte gehen, da hat er mich auf den Sitz geschmissen“, schildert die 18-Jährige. Daraufhin habe sich der Amerikaner John Rudat eingemischt.
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Cuttermesser in der Socke
Zwischen den beiden Männern hatte sich daraufhin eine Schlägerei entwickelt. Dann kommt der Mitangeklagte Ismail A. (21) dazu. „Der hatte ein Cuttermesser in der Socke. Das hatte er uns vorher gezeigt“, sagt Lisa vor Gericht aus.
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Ismail A. soll John Rudat damit ins Gesicht geschlagen haben, heißt es in der Anklage. Dabei wird dem jungen Amerika beinahe die Nase abgetrennt. „Wir sind dann alle aus der Bahn geflohen“, erklärt die 18-Jährige.

Täter gestehen – behaupten, sich an sich zu erinnern
Rudat muss im Krankenhaus operiert werden, lebt seither mit einer riesigen Narbe im Gesicht. Die Polizei kann Majd noch in der Tatnacht fassen. Seit Ende August 2025 sitzt er in U-Haft. Die 18-Jährige ist inzwischen von ihm getrennt. Soll ihn laut Tag 24 jedoch als hilfsbereit beschrieben haben.
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Mit den Bildern der Überwachungskamera fahndet die Polizei zunächst nach Ismail A.. Der 21-Jährige stellt sich als öffentlich nach ihm gesucht wird. Seitdem ist auch er in Untersuchungshaft. Wie Tag24 berichtet, sollen die beiden Angeklagten im Prozess gestanden haben. Gleichzeitig erklären sie demnach, aufgrund von Alkohol- und Drogenkonsum kaum Erinnerungen an den Vorfall zu haben. Der Prozess wird fortgesetzt, dann soll auch John Rudat als Zeuge aussagen. (okr)
Verwendete Quellen: Tag24
































