Tragödie nach der Landung in WienStudent (†21) steigt mit Kopfschmerzen ins Flugzeug – vier Stunden später ist er tot

Zander mit seiner Mutter Jessica
Zander mit seiner Mutter Jessica
facebook/Jessica Philogene

„Er lebte sein Leben in vollen Zügen.“
Alexander Philogenes ist australischer Austauschstudent und für ein halbes Jahr in Wien. Nach ein paar schönen Tagen in Porto steigt er mit Kopfschmerzen zurück ins Flugzeug nach Österreich – wenige Stunden später ist er tot.

Alexanders Zustand verschlechtert sich während des Fluges

„Er sah so glücklich und gesund aus.“ Dieser Satz seiner Mutter trifft mitten ins Herz. Denn nur wenige Stunden nach einem letzten FaceTime-Gespräch ist Alexander „Zander“ Philogenes tot. Der 21-Jährige war als Austauschstudent in Wien, studierte Chemieingenieurwesen und Finanzen. Mit Freunden reist er nach Porto. Ein Kurztrip, der tödlich endet.

Lese-Tipp: Schüler (7) stirbt nach Meningokokken-Infektion

Noch am Flughafen schreibt Zander am 11. April, dass es ihm nicht gut gehe. Trotzdem steigt er ins Flugzeug zurück nach Wien. Zunächst sind es nur Kopfschmerzen. Doch dann verschlechtert sich sein Zustand dramatisch. Am Ende des etwa dreistündigen Fluges leidet er plötzlich unter Atemnot, Schwindel und einem Hautausschlag, schreibt die englische Zeitung Mirror. Symptome, die zunächst unscheinbar wirken – aber auf eine gefährliche Infektion hindeuten.

Nach der Landung bricht Zander am Flughafen Wien-Schwechat zusammen. Herzstillstand. Rettungskräfte bringen ihn per Hubschrauber in ein Krankenhaus. Doch jede Hilfe kommt zu spät.

Video-Tipp: Alessandro verliert beide Beine nach Meningokokken-Infektion

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Meningokokken töten ihn innerhalb von Stunden

Ärzte diagnostizieren eine Meningokokken-Sepsis. Eine besonders aggressive Form der Meningokokken-Krankheit, die sich rasend schnell ausbreitet. Nur vier Stunden nach Auftreten der schweren Symptome stirbt der Student. Es wird vermutet, dass er sich während seines Aufenthalts in Portugal infiziert hat. Trotz Impfung – offenbar mit einem besonders aggressiven Erregerstamm, der aktuell in Europa kursiert.

Für seine Familie ist es ein Albtraum. Seine Mutter beschreibt ihren Sohn als lebensfroh und hochintelligent: „Er lebte sein Leben in vollen Zügen.“ Der Verlust sitzt tief, die Trauer ist kaum in Worte zu fassen. Laut dem Mirror sammeln Freunde und Bekannte inzwischen Spenden, um die Familie zu unterstützen. Eine enge Freundin nennt ihn „eine gütige und wundervolle Seele“.

Lese-Tipp: Baby Nala kämpft nach Meningitis-Ausbruch in England um sein Leben

Das Tückische an Meningokokken: Die ersten Anzeichen ähneln oft einer Grippe. Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit. Symptome, die viele unterschätzen. Ein Hautausschlag gilt als Warnsignal, tritt aber häufig erst spät auf oder bleibt ganz aus. Genau das macht die Krankheit so gefährlich – wertvolle Zeit geht verloren. (ajo)

Verwendete Quellen: Mirror