Deutscher Urlauber darf hoffen! Wie es Max Dettmann nach seinem Genick-Bruch am Ballermann geht

Ein Kopfsprung, ein dumpfer Aufprall, dann Stille
Es war der Moment, der alles veränderte. Was für Max Dettmann als entspannter Urlaub mit Freunden auf Mallorca begann, endete nach einem Kopfsprung in einen viel zu flachen Pool mit einem medizinischen Notfall, der sein Leben völlig aus der Bahn warf. Jetzt, einige Tage nach dem Unglück, gibt es ein erstes Update aus dem Krankenhaus in Palma – und das ist unter den gegebenen Umständen erstaunlich ermutigend.
Ein Sprung in den Pool mit fatalen Folgen
Max Dettmann aus Ahrensbök (Schleswig-Holstein) verbrachte mit seinem Fußball-Verein die Saisonabschlussfahrt auf Mallorca. Nach einem Tag am Strand kam der 19-jährige Fußballer zurück, legte seine Sachen ab – und sprang kopfüber in einen Poolbereich, der gerade einmal etwa 60 Zentimeter tief war. Der Aufprall auf den Beckenboden war brutal.
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Teamkameraden erkannten sofort, dass etwas Ernstes passiert war. Max war zwar bei Bewusstsein, klagte aber über starke Schmerzen. Ein Rettungssanitäter des Hotels leistete umgehend Erste Hilfe, dann übernahm der Notarzt und brachte den 19-Jährigen in eine Klinik nach Palma de Mallorca. Die Diagnose der Ärzte: Frakturen am ersten und siebten Halswirbel – Verletzungen, die im schlimmsten Fall zu dauerhaften Lähmungen oder sogar zum Tod führen können.
Max Dettmann macht seine ersten Schritte
Nach der Diagnose folgte eine Operation zur Stabilisierung der Halswirbelsäule. Seitdem trägt Max einen sogenannten Halofixateur – ein externes Fixationssystem, bei dem Schrauben direkt am Schädel befestigt werden, um den Kopf vollständig ruhigzustellen und die Heilung der Wirbel zu unterstützen. Mehrere Monate wird er dieses Gerät voraussichtlich tragen müssen, begleitet von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.
Klingt nach einem Albtraum – und ist es in vielerlei Hinsicht auch. Und doch: Max Dettmann zeigt eine Haltung, die viele Menschen bewegt. „Ich hoffe, dass dann alles wieder zusammengewachsen ist. Es sieht nicht so aus, als würde ich Folgeschäden davontragen”, sagt der Abwehrspieler im Gespräch mit dem Mallorca Magazin. Seinen Kopf kann er derzeit keinen Zentimeter bewegen, schlafen ist nur auf dem Rücken möglich – für jemanden, der kein Rückenschläfer ist, eine weitere Herausforderung. „Die haben aber gute Schlaftabletten hier”, scherzt er.
Und dann ist da die Nachricht, die wirklich Hoffnung macht: Das Rückenmark und die Nervenstrukturen blieben offenbar unversehrt. Max kann seine Arme und Beine bewegen – und hat bereits erste vorsichtige Schritte unternommen. Ein vollständiger Querschnitt, die schlimmste aller Befürchtungen gilt nach aktuellem Stand als abgewendet.
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Das ist medizinisch gesehen nichts weniger als ein kleines Wunder. Denn Frakturen im Bereich des ersten Halswirbels gehören zu den gefährlichsten Verletzungen überhaupt – sie liegen in unmittelbarer Nähe des Hirnstamms.
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Rücktransport nach Deutschland wird vorbereitet
Gegen die Langeweile im Krankenhausalltag hat Max eine ungewöhnliche Strategie gefunden: Er dokumentiert seinen Aufenthalt in kurzen Videos auf TikTok – und trifft damit offenbar einen Nerv. Die Resonanz ist überwältigend. „Mir haben bestimmt mehr als 200 Leute geschrieben und gute Besserung gewünscht. Viele haben auch angeboten, mir zu helfen oder mich zu besuchen. Die Reaktionen waren überwältigend”, sagt er. Familie, Freunde und Mannschaftskameraden halten engen Kontakt, aus den sozialen Netzwerken strömen Genesungswünsche aus ganz Deutschland – und weit darüber hinaus.
Die weitere Behandlung findet vorerst weiterhin in Palma statt. Sobald es sein Gesundheitszustand erlaubt, soll ein medizinisch begleiteter Rücktransport nach Deutschland organisiert werden. Ob Max langfristig wieder Fußball spielen kann, können die Ärzte derzeit noch nicht sagen. Diese Frage steht im Raum – aber sie ist für den Moment zweitrangig.
Wichtiger ist: Ein junger Mann, der nach einer leichtsinnigen Sekundenentscheidung mit dem Leben davongekommen ist, blickt nach vorne. Mit Schrauben im Schädel, einem Metallgestell um den Kopf – und einem Humor, der vielen Menschen Mut macht.
Verwendete Quellen: Mallorca Magazin

































