Sie lebte hier seit 70 JahrenIhr Schicksal bewegt Millionen! 87-Jährige muss Wohnung wegen Räumungsklage verlassen
Sie kennt kein anderes Zuhause als diese vier Wände!
Maria del Carmen Abascal (87) wohnt, seit sie 17 Jahre alt ist, in dem Haus mit der Nummer 46 auf der Calle Alcalde Sainz de Baranda im Madrider Stadtteil Retiro. Doch nun muss sie ihre Wohnung nach 70 Jahren verlassen, weil eine Immobiliengesellschaft das Haus gekauft und die Miete um mehr als 200 Prozent erhöht hat. Der Fall hat in Spanien für zahlreiche Demonstrationen gesorgt. Was die Rentnerin selbst sagt, seht ihr oben im Video.
Seit 1956 wohnte Maria in ein und derselben Wohnung
Im Jahr 1956 zog Maria del Carmen Abascal mit ihren Eltern in die Wohnung in der Calle Alcalde Sainz de Baranda 46. Damals habe ihr Vater den Mietvertrag unterschrieben, als dieser starb, sei der Vertrag automatisch auf Marias Mutter übergegangen, erklärt Euro News. Als 2005 dann auch Marias Mutter starb, wurde der Vertrag ein weiteres Mal automatisch weitergegeben – an Maria. Eine Tatsache, die ihr nun zum Verhängnis wird.
Denn 2018 kaufte die Immobiliengesellschaft Urbagestión Desarrollo e Inversión S.L. das Haus der bisherigen Eigentümerfamilie ab, berichtet Euro News weiter. Das Unternehmen investierte in Wohn- und Geschäftsgebäude, Grundstücke, Läden, Büros und Hotels. Das Problem: Marias Altmietvertrag brachte der Gesellschaft nicht das Geld ein, das ihre Wohnung heute wert ist. All die Jahre bezahlt die Seniorin Berichten zufolge gerade mal rund 500 Euro monatlich.
Nach der Übernahme durch Urbagestión Desarrollo e Inversión S.L. forderte das Unternehmen eine Mieterhöhung von über 200 Prozent. Eine Summe, die Marias Rente bei Weitem überschritten hätte. Die Folge: Die Immobiliengesellschaft will die 87-Jährige aus ihrem Zuhause schmeißen.
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Immobilienhaie akzeptieren Marias Altvertrag nicht
Die zweite Mietübernahme durch die Seniorin sei unwirksam, argumentierte das Unternehmen. Der Fall wurde sogar bis vor den Obersten Gerichtshof gebracht, nachdem eine erste Räumungsaktion im Oktober 2025 gescheitert war. Zwar hatte die erste Instanz noch zugunsten von Maria del Carmen Abascal entschieden, doch der Oberste Gerichtshof entschied im März zugunsten der Eigentümerseite, so Euro News.
Wie die spanische Zeitung La Nacion schreibt, habe man schon im Juni versucht, die Wohnung zu räumen. Doch zwei Termine seien verschoben worden. Sogar ein UN-Ausschuss habe darum gebeten, das Verfahren auszusetzen, bis Maria eine neue Unterkunft gefunden hat. Eine Bitte, die ein Gericht in Madrid letztlich ablehnte und den Räumungstermin für den 23. September 2026 ansetzte.
Beamte setzen bei Räumung sogar Pfefferspray ein
Schon früh am Mittwochmorgen (23. September) hätten Behörden das Gebiet rund um Marias Wohnhaus abgesperrt, schreibt La Nacion. Seit Monaten hatte der Fall für Aufsehen und Proteste gesorgt. Zahlreiche Menschen hatten sich mit Maria solidarisiert und wollten der Seniorin helfen, ihr Zuhause zu behalten. Ihr Fall stehe sinnbildlich für die explodierenden Mietpreise im Land, schreibt etwa ZDF Heute.
Gegen 10.45 Uhr Ortszeit seien dann Beamte angerückt, die die Demonstranten gewaltsam von Marias Wohnung fernhielten. Sogar Pfefferspray hätten sie eingesetzt, heißt es. Am Mittag sei dann ein Krankentransport eingetroffen, der Maria zunächst in ein Krankenhaus gebracht habe.
Wo Maria fortan wohnen wird, ist unklar. Mehrere Angebote, sie in betreuten Wohneinrichtungen unterzubringen, habe die Seniorin abgelehnt, schreibt La Nacion. Für Maria gebe es keine akzeptable Alternative zu dem Haus, in dem sie seit ihrem 17. Lebensjahr gewohnt hat.


