Sie kam aus dem umstrittenen Park MarinelandIm August aus Kanada gerettet – jetzt ist Delfindame Echo in Valencia gestorben

Delfindame Echo ist in Valencia gestorben.
Delfindame Echo ist in Valencia gestorben.
Instagram / oceanografic_vl

Sie sollte in Spanien noch einmal eine neue Chance bekommen.
Erst im August wurde Delfindame Echo aus dem umstrittenen und inzwischen geschlossenen Marineland in Kanada nach Valencia gebracht. Doch Echo kam bereits mit gesundheitlichen Problemen an. Jetzt ist sie gestorben – trotz aller Bemühungen ihrer Pfleger und Tierärzte.

Delfindame Echo bekommt plötzlich Atem- und Schluckprobleme

Die Nachricht trifft vor allem diejenigen, die Echo in den vergangenen Wochen besonders intensiv begleitet haben. Am Donnerstag (24. September) gibt das Oceanogràfic Valencia auf Instagram den Tod der Delfindame bekannt.

Echo war erst im August gemeinsam mit weiteren Tieren aus dem früheren Freizeitpark Marineland in Kanada gerettet und nach Spanien gebracht worden. Schon bei ihrer Ankunft war klar, dass sie besondere Hilfe braucht: Nach Angaben des Oceanogràfic litt die Delfindame unter „schweren Sehstörungen und weiteren Vorerkrankungen“ und musste deshalb individuell betreut und überwacht werden.

Dann verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. In ihren letzten Stunden bekam Echo Probleme beim Schlucken und Atmen. Das Team brachte sie deshalb in ein medizinisches Becken. Doch die Pfleger und Tierärzte konnten Echo nicht mehr retten. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich nach Angaben des Oceanogràfic im Laufe des Mittwochs (23. September) rapide. In der darauffolgenden Nacht starb die Delfindame.

„Wir bedauern ihren Verlust zutiefst“, schreibt das Oceanogràfic. Besonders schwer sei Echos Tod für die Menschen, die sie seit ihrer Ankunft begleitet und sich wegen ihrer besonderen Bedürfnisse intensiv um sie gekümmert hätten.

Echo kam aus umstrittenem Freizeitpark in Kanada

Hinter Echo liegt eine bewegte Geschichte. Das Marineland nahe der berühmten Niagara-Fälle war 2024 nach jahrelangen Kontroversen um den Tierschutz geschlossen worden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Kanadischen Medienberichten zufolge starben dort zwischen 2019 und 2025 mindestens 20 Tiere – darunter allein 19 Belugas. Nach der Schließung erklärten die Betreiber laut AFP, die verbliebenen Tiere müssten aus Kostengründen eingeschläfert werden, falls keine anderen Einrichtungen für sie gefunden würden.

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Für Echo und weitere Meeressäuger bedeutete die Verlegung nach Europa und in die USA deshalb zunächst die Aussicht auf einen Neuanfang. Doch mehrere der geretteten Tiere haben diesen nicht lange überlebt. Nach Angaben von AFP starben in den vergangenen Wochen bereits vier Belugas nach ihrer Verlegung aus dem Marineland ins Shedd Aquarium in Chicago beziehungsweise ins Oceanogràfic in Valencia. Nun ist auch Echo tot.

Früherer Tiertrainer: „Die Tiere waren schon krank“

Für Phil Demers, einen ehemaligen Tiertrainer des Marineland, sind die Todesfälle nicht überraschend. Demers hatte zuvor Missstände in dem kanadischen Freizeitpark öffentlich gemacht

Er sieht die Ursache für den schlechten Zustand der Tiere in ihrer Vergangenheit. „Die Tiere waren schon krank, bevor sie verlegt wurden“, sagt Demers im Gespräch mit AFP. Die jüngsten Todesfälle seien seiner Ansicht nach eine Folge der „schlechten Lebensbedingungen“ im früheren Freizeitpark.

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Woran genau Echo gestorben ist, steht allerdings noch nicht fest. Fachleute des Oceanogràfic wollen gemeinsam mit Pathologen der Universität CEU Cardenal Herrera eine Obduktion durchführen, um die Todesursache zu klären.

Für die übrigen aus Kanada geretteten Tiere gibt es zumindest eine hoffnungsvolle Nachricht: Nach Angaben des Oceanogràfic entwickeln sie sich weiterhin positiv und werden von den Fachleuten der Einrichtung betreut.

Verwendete Quellen: Instagram/oceanografic_vl, AFP