Plastikfolie, Hämmer und Gewehre„Folterkammer“ mitten im Touristenparadies! Ermittler befreien zwei blutige Opfer

Es klingt wie ein schlechter Gangster-Film!
Im malerischen Costa del Sol haben Ermittler einen mutmaßlichen Folterraum entdeckt. In der mit Plastikfolie ausgelegten Wohnung finden die Beamten laut spanischer Medien Hämmer, Gewehre – und einen blutüberströmten Mann.
„Sie werden mich umbringen!“
Mitten in der Nacht zum 5. September geht bei der spanischen Nationalpolizei ein Notruf ein. Die Frau am Telefon ist außer sich vor Sorge um ihren Mann. „Mein Partner ist zu einem Haus gegangen, um eine zwielichtige Angelegenheit zu regeln“, erklärt sie aufgelöst. Sie sollte die Polizei anrufen, falls er sich nicht innerhalb von zehn Minuten bei ihr zurückmelde.
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Schon bei ihrer Ankunft an der genannten Adresse seien die Ermittler mit einem beunruhigenden Anblick konfrontiert gewesen, so der spanische Nachrichtenkanal El Español. „Ein nackter Mann rannte aus der Küchentür, hatte Blut im Gesicht und war in Panik”, erklären die Beamten im Einsatzprotokoll. „Er schrie: ‚Sie haben mich entführt, und sie werden mich umbringen!‘“
Ermittler finden Klebeband, Zange, Hammer und Pistole

Dann geht alles Schlag auf Schlag: Zwei schwarz gekleidete Männer stürmen mit gezückten Waffen aus dem Haus und verschwinden über die Gartenmauer. Weitere Verdächtige fliehen aus dem Gebäude und strömen in andere Richtungen davon. Während Verstärkung der Polizei sich auf die Jagd nach den Verdächtigen macht, untersuchen die Ermittler das scheinbar verlassene Haus.
Kaum über die Türschwelle seien den Beamten jedoch ein schmerzerfüllter Schrei entgegengekommen, berichtet El Español. Ein zweiter Mann habe um Hilfe gerufen, heißt es. Dieser wird kurz darauf in einem Raum gefunden, der sich laut der spanischen Nachrichten wohl am besten als „Folterkammer“ beschreiben lässt. Der Boden und die Wände sind mit Plastikfolie abgedeckt, ebenso eingewickelt ist ein einzelner Stuhl mitten im Raum – daneben Klebeband, eine Zange, ein Hammer, sowie eine Pistole mit einem Schalldämpfer.
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Folter sei Rache-Aktion gewesen

Wie El Español unter Berufung auf anonyme Ermittlungsquellen berichtet, könnte es sich um einen Racheakt gehandelt haben. „Alles deutet darauf hin, dass diese Männer als Racheakt gefoltert wurden, weil sie einen Auftrag, den ihnen die Bande erteilt hatte, nicht ausgeführt hatten“, berichtete ein Insider dem Sender.
Bei der Bande soll es sich um eine kriminelle serbische Vereinigung handeln, die vor allem mit Drogen handelt und in dem Zusammenhang weitere Straftaten verübt. Die Polizei konnte die flüchtigen Verdächtigen später in Malaga festnehmen. Eines der Folteropfer wurde ebenfalls wegen des Verdachts auf bandenmäßige Straftaten in Gewahrsam genommen. (okr)
Verwendete Quellen: El Español, New York Post


