Tausende Reisende sind betroffenFolgenschwerer Streik bei Lufthansa – was die Fluggesellschaft Passagieren jetzt rät!

Allgemeine Ansicht vom Flughafen München (Bayern, Deutschland). Im Vordergrund wird ein Flugzeug der Fluggesellschaft Lufthansa (Airbus A319-100 Lufthansa Cityline) aus der Parkposition am Terminal geschoben. Bei Lufthansa kommt es am 12. Februar zum Streik der Piloten und Flugbegleiter. Der Flughafen München Franz Josef Strauß (MUC) wird von der Flughafen München GmbH betrieben. Die Lufthansa Group ist ein weltweit führender Luftverkehrskonzern und die größte Fluggesellschaft in Europa. (Flugzeuge, Unternehmen, Logo, Schriftzug, Luftfahrt, Flugzeug, Symbolbild, Symbolfoto, Illustration, symbolisches Foto, illustratives Foto, Themenbild, allgemeines Bild, Themenfoto)
Die Flugbegleiter streiken: Bei Lufthansa bleiben heute viele Flugzeuge am Boden.
picture alliance/dpa / Matthias Balk

Ausgerechnet zum Ende der Osterferien!
Die Flugbegleiter von Lufthansa sind in den Streik getreten und legen damit den Betrieb lahm – mit Folgen für Tausende Reisende. Warum der Tarifstreit gerade eskaliert, welche Flüge konkret betroffen sind und welche Rechte ihr habt.

Warum streiken die Lufthansa-Flugbegleiter jetzt?

Seit Mitternacht sollen die rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa die Arbeit ruhen lassen. Dazu hat die Kabinengewerkschaft Ufo aufgerufen, um in mehrere festgefahrene Tarifkonflikte bei der Lufthansa Kerngesellschaft und der Regionaltochter Lufthansa Cityline Bewegung zu bringen.

Und das hat weitreichende Konsequenzen: Am größten Drehkreuz in Frankfurt wurden von knapp 350 geplanten Lufthansa-Abflügen rund 75 Prozent gestrichen, wie der Plan des Flughafens zeigt. Betroffen sind heute bis 22 Uhr Hunderte Abflüge.

Welche Flughäfen und Flüge sind vom Lufthansa-Streik betroffen?

Auch an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn fallen am Freitag mehrere Inlandsflüge aus. Am Düsseldorfer Flughafen wurden laut der Webseite des Airports jeweils 13 Abflüge und Ankünfte annulliert – acht Flüge nach beziehungsweise aus München und fünf Flüge nach beziehungsweise aus Frankfurt. Derweil fallen in Köln/Bonn nach Angaben auf der Flughafen-Webseite jeweils drei Verbindungen von und nach München aus.

Am Flughafen Hamburg sieht die Situation wie folgt aus: Im Laufe des Tages werden insgesamt 13 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie zehn Starts und Landungen von und nach München gestrichen, wie aus der Online-Auskunft des Hamburger Flughafens zu den Ankünften und Abflügen hervorgeht.

Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter führt zu Flugausfällen auch an den Airports in Hannover und Bremen. In Hannover fallen jeweils neun Starts und Landungen von und nach Frankfurt und München aus. In Bremen fallen jeweils zehn Starts und Landungen von und nach Frankfurt und München aus.

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Lufthansa-Streik: Fallen auch Rückflüge aus dem Ausland nach Deutschland aus?

Offiziell werden nur die Starts in Deutschland bestreikt. Weil in der Folge aber auch die Maschinen an ausländischen Zielen fehlen, dürften auch zahlreiche Rückflüge von Osterurlaubern zunächst ausfallen.

Die Flughäfen raten, sich direkt bei Lufthansa über den Status des eigenen Fluges zu informieren. Auch Lufthansa selbst rät Passagieren, sich umfassend über ihren Flug zu informieren.

Welche Rechte habe ich, wenn eine Airline streikt und mein Flug ausfällt?

Wenn Flüge in Folge eines Streiks ausfallen, trifft das die Passagiere, deren Flüge ausfallen, wohl zunächst am härtesten. Wie komme ich jetzt nach Hause? Was passiert mit meinem Ticket? Und bekomme ich mein Geld zurück? Fragen über Fragen, die sich gerade jetzt auch wieder zahlreiche Passagiere stellen dürften.

Wie sich Betroffene jetzt verhalten sollten, welche Rechte Passagiere im Streik-Fall haben und wie man am besten sein Geld zurückbekommt, haben wir HIER für euch zusammengefasst. Außerdem erklären wir, was ihr im beachten müsst, wenn euer Flug im Rahmen einer Pauschalreise durch den Lufthansa-Streik ausfällt.

Dem Streik waren ein Warnstreik und eine Urabstimmung vorausgegangen. Diese ergab eine hohe Zustimmung der Beschäftigten für einen Arbeitskampf. In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen, hieß es. (dpa/vho)

Verwendete Quelle: DPA