Die Ereignisse im Live-Ticker16 Tote in Sydney! Vater und Sohn verübten Terroranschlag

Die Behörden sprechen von einem antisemitischen „Terroranschlag”.
Bei einem Angriff auf den bei Touristen beliebten Bondi Beach in Sydney sind offiziellen Angaben zufolge 16 Menschen getötet worden. Alle aktuellen Entwicklungen gibt es in unserem Liveticker.

Hinweis der Redaktion: Der Live-Ticker wurde am Montag, 15. Dezember, um 8 Uhr beendet.

Uli Vonstein

Australien trauert um Opfer von Sydney

Uli Vonstein

Australien berät über schärfere Waffengesetze

 Nach dem verheerenden Anschlag erwägt die australische Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze. Er werde eine Begrenzung der Anzahl der Waffen sowie eine Überprüfung bestehender Lizenzen vorschlagen, kündigte Premierminister Anthony Albanese an. Zugleich sieht sich seine Regierung Vorwürfen ausgesetzt, nicht genug gegen Antisemitismus unternommen zu haben. 

„Die Lebensumstände von Menschen können sich ändern. Menschen können im Laufe der Zeit radikalisiert werden. Lizenzen sollten nicht auf Dauer erteilt werden“, sagte Albanese. Der Anschlag am Sonntag sorgte in Australien für Entsetzen: Es war der schlimmste Fall von Schusswaffengewalt in dem Land seit rund 30 Jahren.  

Nach einem Amoklauf 1996 in der tasmanischen Stadt Port Arthur waren in Australien strenge Waffengesetze eingeführt worden. Es gab jedoch in letzter Zeit Medienberichten zufolge Sorge über eine steigende Zahl an Waffen im Land. 
Jan Luhrenberg

Vater-Sohn-Duo verübte Anschlag

Jetzt haben die Ermittler die Täter des Blutbades am Bondi Beach identifiziert: Nach Angaben der Polizei haben ein 50-Jähriger und ein 24-Jähriger die vielen Menschen getötet – sie waren Vater und Sohn! Der Vater sei durch die Polizei erschossen worden, der Sohn befinde sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand im Krankenhaus. Das teilte die Polizei bei einer Pressekonferenz mit. Verschiedene Medien berichteten.

„Im Rahmen der Ermittlungen haben wir zwei Durchsuchungsbefehle vollstreckt", sagte der Polizeichef von New South Wales, Mal Lanyon. Der 50-Jährige sei seit knapp zehn Jahren im Besitz einer Waffenbesitzkarte gewesen und habe sechs auf seinen Namen registrierte Schusswaffen im Besitz gehabt. Hinweise auf die Pläne des Duos habe es keine gegeben. 
Jan Luhrenberg

Bondi Beach bleibt geschlossen

Nach dem Anschlag am Bondi Beach in Sydney mit mindestens 16 Toten bleibt der berühmte Strand am Montag geschlossen. Ermittler untersuchten derzeit noch den Tatort, teilte die Polizei von New South Wales auf der Plattform X mit. Weder Flugzeuge noch Drohnen dürften über das Gelände fliegen. 
Jan Luhrenberg

Zahl der Toten auf 16 gestiegen!

Nach dem Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in der australischen Metropole Sydney gibt die Polizei die Zahl der Toten nun mit 16 an. 40 Menschen seien weiterhin im Krankenhaus, teilte die Polizei von New South Wales auf der Plattform X mit. 

Die beiden Täter hatten offiziellen Angaben zufolge am Sonntagabend (Ortszeit) am beliebten Strand Bondi Beach das Feuer eröffnet. Mehr als 1.000 Menschen waren nach Angaben der Polizei zu dieser Zeit vor Ort. Viele Familien versammelten sich dort, um Chanukka zu feiern. 
Anja Blanuscha

Er soll einer der Angreifer sein 

Bei dem getöteten Angreifer soll es sich Medienberichten zufolge um den 24-jährigen Studenten Naveed Akram (24) handeln, offiziell bestätigt wurde dies jedoch nicht. Wie Sky News meldet, soll sein Führerschein am Tatort gefunden worden sein. Die Jerusalem Post berichtet, dass Akram laut seiner Facebook-Seite an der Central Queensland University in Sydney und der Hamdard University in Islamabad studiert hat. Akram soll Muslim gewesen sein und pakistanische Wurzeln gehabt haben, so soll es ein Strafverfolgungsbeamter gegenüber ABC News erklärt haben. 

Die Polizei ging zunächst von zwei Attentätern aus. Einer von ihnen sei schwer verletzt und in Gewahrsam. Der Polizeichef teilte später mit, Ermittler prüften, ob es einen dritten Tatverdächtigen gebe. 
Anja Blanuscha

Anschlag in Sydney: UN-Chef Guterres "entsetzt"

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich entsetzt über den tödlichen Anschlag in Sydney gezeigt. Er verurteile diese "abscheuliche Attacke", teilte der UN-Chef über die Online-Plattform X mit. "Mein Herz ist bei der jüdischen Gemeinschaft auf der ganzen Welt an diesem ersten Tag von Chanukka, ein Fest, das das Wunder des Friedens und das Licht, das die Dunkelheit besiegt, feiert." 
Anja Blanuscha

Merz zeigt sich "fassungslos" nach Anschlag

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich bestürzt über den Anschlag auf eine jüdische Festveranstaltung in Australien gezeigt. "Der antisemitische Anschlag am Bondi Beach zu Chanukka lässt mich fassungslos zurück", schrieb der Kanzler am Sonntag im Kurzbotschaftendienst X. "Dies ist ein Angriff auf unsere gemeinsamen Werte. Diesem Antisemitismus müssen wir Einhalt gebieten - hier in Deutschland und weltweit." Seine Gedanken seien bei den Opfern und Angehörigen. 
Anja Blanuscha

Auch Bombenräumkommando im Einsatz 

Laut Behördenangaben waren zwei Angreifer für das Massaker am Bondi Beach verantwortlich. Einer von ihnen wurde von der Polizei erschossen, der andere festgenommen. Die Behörden untersuchen außerdem, ob ein dritter Schütze daran beteiligt war. Ein Bombenräumkommando sei wegen mehrerer mutmaßlicher Sprengsätze im Einsatz. Laut dem australischen Sender 7NEWS soll die Polizei das Auto mit den Sprengsätzen identifiziert haben.  
Auch der Polizeichef von New South Wales erklärte, dass die Polizei ein Fahrzeug mit „mehreren improvisierten Sprengsätzen“ untersuche, das mit einem Verdächtigen in Verbindung stehe. 

Die Behörden sagen, dass einer der Schützen der Polizei bekannt war, jedoch nicht als „unmittelbare Bedrohung“ galt.


Rettungskräfte am Bondi Beach
Rettungskräfte am Bondi Beach. Reuters
Anja Blanuscha

Antisemitismusbeauftragter ruft nach Sydney-Anschlag zu Schutz auf

Nach dem Anschlag auf eine jüdische Festveranstaltung im australischen Sydney hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zu entschlossenem Schutz von Jüdinnen und Juden aufgerufen. "Dass jüdisches Leben und jüdische Festtage immer wieder zum Ziel von Terror werden, ist unerträglich", sagte Klein am Sonntag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Weder der Staat noch unsere Gesellschaft dürfen dies und seine Ursache, den Antisemitismus, unwidersprochen hinnehmen. Wir müssen jüdisches Leben schützen."
Auch in Deutschland bestehe weiterhin eine abstrakt erhebliche Gefährdungslage für jüdische Einrichtungen, sagte Klein. Die Sicherheitsbehörden seien aber gut aufgestellt und es gebe derzeit keine konkreten Hinweise auf Anschläge. 
Anja Blanuscha

Terror in Sydney: Was wir wissen - und was nicht  

Bei dem Angriff in der australischen Metropole Sydney handelt es sich offiziellen Angaben zufolge um einen Terrorakt, der sich gegen die jüdische Gemeinde richtete. Immer mehr Details werden bekannt. 
Anja Blanuscha

Mehrere antisemitische Angriffe in Australien seit Beginn der Gaza-Krieges 

"Dies ist ein gezielter Angriff auf jüdische Australier", sagte Premierminister Anthony Albanese. "Das entfesselte Böse ist unbegreiflich." Augenzeugen berichteten von minutenlangem Schusswechsel, der hunderte Menschen in Panik versetzte. Der israelische Außenminister Gideon Saar zeigte sich entsetzt und forderte die australische Regierung auf, "zur Besinnung zu kommen". Der Anschlag ist der blutigste in Australien seit 1996 und der Höhepunkt einer Reihe antisemitischer Angriffe seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023. 
Premierminister Anthony Albanese
Premierminister Anthony Albanese . IMAGO/AAP
Anja Blanuscha
Er riskiert sein Leben, um den Terroranschlag zu stoppen!
Mindestens zwei Attentäter schießen am weltberühmten Bondi Beach bei Sydney (Australien) wahllos auf Menschen. Es gibt mindestens zwölf Tote! Während die Angreifer mit Jagd auf die unschuldigen Strandbesucher und Teilnehmer einer jüdischen Feier machen, nimmt ein Mann seinen eigenen Tod in Kauf und wird zum Lebensretter.  

Bei dem Helden soll es sich laut 7News um einen 43-jährigen Familienvater handeln. Er wurde bei seinem Einsatz offenbar in den Arm und in die Hand getroffen und wird im Krankenhaus behandelt.