Ferienverkehr am LimitMega-Staus an kroatischen Grenzübergängen – bis zu zehn Stunden Wartezeit

Jetzt helfen sogar Anwohner den gestrandeten Urlaubern.
Wer am Wochenende mit dem Auto durch Kroatien reist, braucht vor allem eines: Geduld. An mehreren Grenzübergängen stauen sich die Fahrzeuge kilometerweit. Teilweise warten Urlauber bis zu zehn Stunden – Anwohner versorgen sie inzwischen sogar mit Wasser.
Bis zu zehn Stunden Stillstand
Vor allem im Süden Kroatiens spitzt sich die Lage zu. Am Grenzübergang Karasovići zwischen Kroatien und Montenegro kam es am Samstag (1. August) zeitweise zu Wartezeiten von bis zu zehn Stunden. Vor dem Grenzübergang Bajakovo stauten sich die Fahrzeuge zeitweise auf einer Länge von bis zu sieben Kilometern, schreibt AP News. Inzwischen meldet der kroatische Automobilclub HAK sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausreise noch immer rund vier Stunden Wartezeit.
Die stundenlangen Wartezeiten werden zusätzlich von der Sommerhitze verschärft. Am Samstag kletterten die Temperaturen in der Region auf mehr als 35 Grad. Viele Reisende berichteten von Erschöpfung, Durst und Hunger.
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Auch an anderen Grenzen müssen Reisende viel Geduld mitbringen. Am Grenzübergang Bajakovo zwischen Kroatien und Serbien dauert die Ein- und Ausreise laut HAK derzeit etwa zwei bis drei Stunden. Dort verläuft die Autobahn A3, eine der wichtigsten Reiserouten für Urlauber aus Mittel- und Westeuropa auf dem Weg nach Serbien, Griechenland und in die Türkei.
Auch auf der kroatischen Autobahn A1 herrscht Hochbetrieb. Sie führt von Zagreb Richtung Split und Dubrovnik und wird von vielen Urlaubern genutzt, die an die dalmatinische Küste reisen oder weiter nach Albanien und in den Kosovo fahren. Gerade am ersten August-Wochenende treffen dort Ferienreisende aus Deutschland und Österreich auf den klassischen Anreiseverkehr der Campingurlauber – entsprechend voll sind Straßen und Grenzübergänge.
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Zivilschutz greift ein – Anwohner helfen Urlaubern
In der Gemeinde Konavle ist die Situation inzwischen so angespannt, dass der Zivilschutzstab aktiviert wurde. Bürgermeister Božo Lasić bittet die Einwohner, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten, damit die Straßen nicht zusätzlich belastet werden. Die Polizei leitet den Verkehr bereits um, damit zumindest die Zufahrt zum Flughafen Dubrovnik frei bleibt. Trotzdem kommt es auch auf den Ausweichstrecken immer wieder zu erheblichen Verzögerungen.
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Besonders bemerkenswert ist die Hilfsbereitschaft vieler Anwohner. Wie das Portal Kroatien News berichtet, verteilen sie Wasser an die gestrandeten Reisenden und öffnen sogar ihre Häuser, damit Familien und Kinder die Toiletten benutzen können. Wer an diesem Wochenende durch Kroatien Richtung Montenegro oder Serbien unterwegs ist, sollte deshalb deutlich mehr Zeit einplanen und sich vor der Abfahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, HAK, Kroatien News, AP News


