Alkoholverkauf stark eingeschränktPolitik zeigt klare Kante! Beliebtes Urlaubsland sagt grölenden Touristen den Kampf an

Kroatien hat ein neues Gesetz verabschiedet, wonach das Bierchen schnell schal werden kann
Kroatien hat ein neues Gesetz verabschiedet, wonach das Bierchen schnell schal werden kann
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Urlaubsorte ziehen die Notbremse!
Für manche Touristen gehört ein Alkohol-Exzess im Urlaub irgendwie dazu. Lange Partynächte am Strand, dazu ein paar Flaschen Bier aus dem Kiosk und am nächsten Morgen weiß man gar nicht mehr, durch welche der Straßen man – vermutlich – grölend ins Hotel zurückgezogen ist. Kroatien möchte dieses Spiel jetzt nicht mehr mitspielen und geht gesetzlich dagegen vor.

Sommer, Sonne, Partyzeit?

Zugegeben: so gut wie jeder hat sich doch in der schönsten Zeit des Jahres schon mal ordentlich den Helm lackiert. Es ist aber auch sehr verführerisch, sich nachts am noch warmen Strand niederzulassen. Und mit alten und neuen Freunden eine Party mit Bier, Wein und was der Supermarkt sonst noch so zu bieten hat, steigen zu lassen.

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Dass das nicht allen Einheimischen gefällt, ist einem eigentlich auch klar. Aber wir sind ja bald schon wieder weg, niemand kennt uns dort. Völlig egal, wenn wir uns das Abendessen in den Straßen der Stadt nochmal durch den Kopf gehen lassen. Oder der Weg zum nächsten „richtigen” WC einfach zu weit ist. Der Busch dort hinten oder der Hauseingang 20 Meter weiter tun es doch auch.

Laut singend und jubelnd lassen wir alle wissen, ob die Party noch im Gange ist. Oder wir uns bereits auf dem Heimweg befinden.

Split und Zadar freuen sich über das Gesetz

Kroatien will sich das aber nun nicht mehr bieten lassen. Am Freitag (29. Mai) verabschiedet das Parlament in Zagreb ein Gesetz, nachdem Kommunen ein nächtliches Alkohol-Verkaufsverbot verhängen dürfen. Zwischen 21 Uhr abends und sechs Uhr früh säßen Touristen auf dem Trockenen – falls sie nicht schon tagsüber etwas gebunkert haben.

Zahlreiche touristisch geprägte Städte wie Split und Zadar in Dalmatien begrüßen diese Gesetzesänderung, wie die kroatischen Magazine Dnevnik und Vecernji List schreiben. Ihnen sind die grölenden und betrunkenen Touristenhorden schon lange ein Dorn im Auge. Sogar die Promi-Insel Hvar vor der Küste von Split denkt über Einschränkungen nach. Wohl wissend, dass es hierbei lediglich um den regulären Verkauf in Supermärkten, an Tankstellen oder in den zahlreichen Kiosken (in Kroatien meist „Tisak” genannt) geht.

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Restaurants und Bars dürfen weiter Alkohol verkaufen und ausschenken. Zu Preisen, die der Mensch der Spezies „Sauftourist” nicht zahlen kann oder nicht zahlen möchte. Weitere Städte warten derzeit noch ab oder empfinden das Problem nicht so stark wie andere Urlaubsorte.

Strenge Regeln in Split

Split hatte schon vor drei Jahren den öffentlichen Alkoholkonsum in und um seine historische Altstadt verboten, wie man bei Visit Split nachlesen kann. Sie setzen das auch mit teils empfindlichen Strafen von 300 Euro durch. Sich dort öffentlich übergeben kostet ebenfalls 300 Euro. Und bitte nicht einschlafen: Ein öffentliches Nickerchen schlägt mit 150 Euro zu Buche.

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Die Regeln gelten übrigens nicht nur für Touristen. Auch Einheimische können zur Kasse gebeten werden. Man wünscht sich mehr Besuche von nachhaltigen Reisenden, mehr Familien und Leute, die das kulturelle Erbe der Stadt genießen wollen. Und weniger jugendliche Sauftouristen. DAS gilt sogar für ganz Kroatien.

Verwendete Quellen: Vecernji list, Dnevnik, Visit Split