Feuer in beliebten ReiseländernUrlaub gebucht – was gilt jetzt bei Waldbränden im Urlaubsland?

Meterhohe Flammen, dichter Rauch und gesperrte Straßen: Waldbrände bedrohen derzeit beliebte Urlaubsregionen in Italien und Spanien. Viele Reisende haben Flug, Hotel oder gleich die gesamte Pauschalreise schon lange Jetzt ist die Sorge groß, dass der Urlaub ausfällt – und das Geld trotzdem verloren ist. Doch nicht jede gefährliche Lage berechtigt automatisch zu einer kostenlosen Stornierung.
Waldbrände in Andalusien kosten zahlreiche Menschenleben
Bei den schweren Waldbränden in der spanischen Region Andalusien sind insgesamt 13 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern sind sieben Briten, drei Belgier sowie jeweils ein Mensch aus Frankreich, den USA und Spanien. Die Flammen zerstörten rund 7.000 Hektar Land. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Feuer vermutlich durch ein herabgestürztes Stromkabel ausgelöst. Inzwischen ist der Brand unter Kontrolle. Besonders bitter: Die Waldbrände fallen mitten in die Ferienzeit. Allein die Sorge vor einem Feuer reicht jedoch nicht aus, um eine Reise kostenlos zu stornieren. Ohne Stornogebühren können Urlauber nur dann vom Vertrag zurücktreten, wenn am Urlaubsort außergewöhnliche Umstände vorliegen – etwa wenn das Hotel oder die unmittelbare Umgebung von den Bränden betroffen sind. Diese Regelung gilt allerdings nur für Pauschalreisen, also für von Reiseveranstaltern gebündelte Angebote wie Flug und Hotel. Wer seine Reise individuell gebucht hat, kann sich in der Regel nicht auf diese Vorschriften berufen.
Im Video: Rechtsanwältin erklärt: Diese Rechte haben Urlauber bei Waldbränden
Hitze sorgt auch in NRW für Waldbrände
Auch in Deutschland steigt derzeit die Waldbrandgefahr. In Iserlohn hat ein Feuer am Dienstag (14.07.) einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Mehrere Monteure, die an einer Hochspannungsleitung gearbeitet hatten, wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht und blieben unverletzt. Durch starken Wind breiteten sich die Flammen über einen Berghang aus und erfassten rund 10.000 Quadratmeter Mischwald. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit Tanklöschfahrzeugen und per Hand. Zeitweise waren bis zu 250 Einsatzkräfte vor Ort.
































