Plötzlich bis zu 100 Prozent AufschlagMit diesem einfachen Trick entlarvt ihr überteuerte Hotel-Wochenenden

ARCHIV - 07.12.2022, Berlin: Blick auf den Eingang des Hotels Adlon.  (zu dpa: «Adlon soll für mindestens 280 Millionen verkauft werden») Foto: Jörg Carstensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Berlin: Blick auf den Eingang des Hotels Adlon. Auch hier kann mal ein Schnäppchen drin sein.
dpa

Freitag hin, Sonntag zurück – eigentlich soll es nur ein schöner Städtetrip werden!
Doch beim Blick auf die Hotelpreise kommt der Schock: 200, 300 oder sogar 400 Euro für eine Nacht im ganz normalen Doppelzimmer. Warum sind Hotels an manchen Wochenenden plötzlich so viel teurer? RTL und das Reiseschnäppchenportal „Urlaubstracker” erklären, wie Urlauber solche Preisfallen schon vor der Buchung erkennen – und mit einem simplen Vergleich ordentlich sparen können.

Konzerte, Fußball und Feiertage können Hotels richtig teuer machen

Wer regelmäßig Hotels sucht, kennt das Phänomen: Ein Zimmer, das normalerweise bezahlbar ist, kostet an einem bestimmten Wochenende plötzlich ein kleines Vermögen. Das muss nicht am Hotel liegen. Oft entscheidet schlicht der Kalender über den Preis. „Der häufigste Grund, warum Hotelpreise nach oben schießen, sind Messen, Kongresse und Conventions“, erklärt Jonas Schulze Dieckhoff, Geschäftsführer des Reiseschnäppchenportals Urlaubstracker, gegenüber RTL.de.

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Der Grund: Innerhalb kurzer Zeit wollen besonders viele Menschen gleichzeitig in derselben Stadt übernachten. Gerade Geschäftsreisende seien zudem häufig bereit, höhere Preise zu zahlen. Ist die Nachfrage größer als das verfügbare Angebot, ziehen die Preise entsprechend an – und Urlauber zahlen mit.

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Doch nicht nur Messen sorgen für Preisexplosionen. „Megaevents wie Stadionkonzerte oder große Sportveranstaltungen locken ebenfalls tausende Gäste in eine Stadt“, sagt Schulze Dieckhoff. Besonders deutlich könne sich das bemerkbar machen, wenn Künstler gleich mehrere Konzerte hintereinander spielen. Und selbst ganz ohne Großveranstaltung kann das Hotel plötzlich deutlich teurer sein. Ostern, Pfingsten, Weihnachten und lange Wochenenden treiben die Nachfrage ebenfalls nach oben.

Der Unterschied kann gewaltig sein: Ein Hotelzimmer könne dann laut Schulze Dieckhoff „50 bis 100 Prozent teurer“ sein als an anderen Tagen.

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Dieser einfache Vergleich entlarvt teure Wochenenden

Doch wie merkt man vor der Buchung, dass man ausgerechnet ein extremes Preis-Wochenende erwischt hat? Der Experte empfiehlt einen simplen Test: „Gleiche Reisedauer, gleiche Stadt, einmal die Hotelpreise für das Wochenende davor und danach vergleichen.“ Kostet dasselbe oder ein vergleichbares Hotel beispielsweise eine Woche später plötzlich nur noch die Hälfte, dürfte die Ursache weniger beim Hotel selbst als beim gewählten Termin liegen.

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Noch besser: Bei Buchungsportalen die Monats- oder flexible Datumsansicht nutzen. „Ich empfehle, sich Preise nicht nur für einen Zeitraum anzuschauen, sondern einmal kurz in die Monatsansicht oder eine flexible Datumsansicht zu wechseln“, erklärt Schulze Dieckhoff. Preisspitzen fallen dort besonders schnell auf. Auch ein Blick auf die Karte kann helfen: Werden, vor allem Hotels, rund um Messe, Stadion, Arena oder Innenstadt plötzlich extrem teuer, spricht das laut dem Experten für eine hohe Nachfrage durch eine Veranstaltung. Vielleicht ist da doch Camping eine Option?

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Freitag bis Sonntag? Genau das kann teuer werden

Wer beim Termin flexibel ist, hat einen weiteren Sparhebel: die Reisetage. Statt des klassischen Wochenendtrips von Freitag bis Sonntag kann etwa Sonntag bis Dienstag günstiger sein. Auch Hotels außerhalb der Innenstadt sind einen Blick wert. Entscheidend ist dann eine gute Anbindung mit Bus, S- oder U-Bahn. Bei extremen Event-Wochenenden können sogar Nachbarstädte eine Alternative sein: lieber 20 Minuten mit der Bahn fahren, als für das Zimmer kräftig draufzuzahlen.

Wer dagegen unbedingt zu einem bestimmten Konzert, Fußballspiel oder einer Messe reisen möchte, sollte nicht auf ein Last-Minute-Schnäppchen spekulieren. „Deshalb gilt es, direkt zu buchen, sobald der Termin bekannt gegeben wird“, rät Schulze Dieckhoff. Wer bei einem Event-Wochenende zu lange wartet, werde „fast garantiert teuer bestraft“. Und beim Preisvergleich zählt am Ende nicht nur der Übernachtungspreis: Frühstück, Parkgebühren und Kurtaxe können aus einem vermeintlichen Schnäppchen schnell ein deutlich teureres Angebot machen.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, Urlaubstracker