Zweijähriger begeistert mit weiteren FortschrittenAm Jahrestag von Ollis Horror-Unfall blickt Familie Staub auf das „Allerwichtigste”

Diese Worte gehen ans Herz!
Genau vor einem Jahr verlassen Stefan und Laura Staub gemeinsam mit ihren Kindern das Haus in Mexiko, freuen sich auf einen schönen Urlaubstag mit der Familie. Wenig später steht ihre Welt auf dem Kopf. Sohn Olli verletzt sich bei einem Autounfall schwer, ringt mit dem Tod – und überlebt! Bei RTL sprechen seine Eltern nun über ein Jahr voller Ängste und Sorgen, aber auch vieler Momente der Hoffnung und Dankbarkeit.
Familie Staub erlebte nach Horror-Crash viel Menschlichkeit
„Für mich ist es einfach wie gestern”, erinnert sich Laura Staub im RTL-Interview an den 17. April 2025 – den Tag des so schrecklichen Unfalls. „Am 16. April war der glücklichste Tag in meinem Leben. In 24 Stunden hat sich alles geändert.” Ihr Olli landet nach dem Crash im Koma. Seine Überlebenschancen sind gering. Der Junge ist gelähmt, muss künstlich beatmet werden, erleidet Herzinfarkte und einen Schlaganfall. Trotzdem gibt die Familie nicht auf und kämpft um die Genesung des Zweijährigen.
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Von ihrem „stinknormalen Leben” in der Nähe von Heidenheim (Baden-Württemberg) ist nur noch wenig übrig. Die Familie wohnt nun in Mexiko, verkauft ihr Haus in der Heimat. Stefan kann nicht mehr arbeiten gehen, widmet seine ganze Zeit den Kindern. „Das ist es wert, darum zu kämpfen”, findet er – und beschreibt auch, wofür er nach dem so schmerzvollen und anstrengendem Jahr dankbar ist.
„Wir würden den Unfall um alles in der Welt, wenn wir es könnten, verhindern wollen”, erzählt der Vater. Trotzdem sei er dankbar, „diese Menschlichkeit” von Freunden, Bekannten, aber auch Fremden erfahren zu dürfen. Es habe ihnen dabei geholfen, zu verstehen, was wirklich im Leben zählt. „Du musst immer alles beisammen halten. Altersvorsorge, das Haus und was weiß ich. Das ist alles nur materiell. Das ist alles nicht wichtig”, stellt Stefan fest.
„Das haben wir alles verloren. Aber wir haben immer noch uns als Familie. Und das ist das Wichtigste. Das ist das Allerwichtigste.”
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Olli genießt Ausflug zu Oma und Opa
Und mit dieser Einstellung leben die Staubs nun, genießen jeden kleinen Moment, in dem sie Ollis Freude und Liebe spüren. Zum Geburtstag von Lauras Vater unternehmen sie einen Ausflug, fahren zwei Stunden zu der Feier. „Es bedarf unglaublich großer Vorbereitung und Sorgfalt, dass wir ja keinen Fehler machen und auf dem Weg in irgendeine brenzlige Situation kommen.” Doch all die Mühe sei es wert gewesen, erklärt Stefan RTL. Olli darf Oma und Opa besuchen, mit vielen Tieren auf einem Bauernhof spielen. Er habe „so viel Spaß” gehabt, sei einfach „glücklich” gewesen.
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Ähnlich groß ist auch das Strahlen bei Olli, als er seine deutschen Großeltern endlich wiedersieht. Stefans Eltern kommen für einen Monat zu Besuch, wollen Zeit mit ihrem kleinen Kämpfer verbringen – und ihn an einen ganz besonderen Deal erinnern! Oma und Opa haben mit ihrem Enkel verabredet, „dass Oliver eines Tages” wieder zu Besuch kommt und dann „mit ihnen in die Bäckerei geht und eine Laugenstange kauft, wie sie es immer gemacht haben, wenn sie Oliver gehabt haben.”
Olli reist für Stammzellentherapie nach Chicago
Der Weg bis zur nächsten Laugenstange in Deutschland ist noch ein weiter, doch die Hoffnung bei der Familie ist groß – denn Olli macht immer weiter Fortschritte. Mittlerweile schafft es der Junge sogar, dreimal am Tag für drei Minuten ohne Beatmungsgerät zu atmen. Vor einigen Monaten noch undenkbar.
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Am 1. Juni, ausgerechnet an Ollis Geburtstag, wollen die Staubs zu weiteren Behandlungen nach Chicago fliegen. „Es ist eine Spritze, die injiziert wird. Da sind Stammzellen drin. Die kommen unten ins Rückenmark”, erklärt Papa Stefan. „Die Idee dahinter ist, dass die Stammzellen dann zur Verletzungsstelle nach oben wandern und das Ganze die Heilung unterstützt.” Normalerweise führen die Ärzte eine solche Therapie nur bei Erwachsenen durch, Olli „wird das erste Kind dort sein.” Doch die Behandlung birgt keine Risiken für den Zweijährigen. Das schlimmstmögliche Ergebnis sei, dass der „viele Aufwand” zu „keiner Verbesserung” führe.
Zusätzlich kosten die medizinischen Flüge und der Aufenthalt in den USA aber einiges an Geld. Die Familie ist weiterhin auf Spenden angewiesen. Darum haben Freunde der Familie von Olli eine GoFundMe-Kampagne gestartet. Vom Ziel, das bei 1,8 Millionen Euro liegt, ist bereits mehr als die Hälfte erreicht.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


